
Das AMA-Gütesiegel ist bestens eingeführt: Laut einer aktuellen Umfrage kennen 93 Prozent der Österreicher die Marke (ISMA, Juli 2004). Leider ist der Ruf besser als die Wirklichkeit: 62 Prozent der Österreicher meinen, dass AMA-Tiere "absolut nicht mit gentechnisch verändertem Futter gefüttert werden", 55 Prozent erwarten von AMA-Lebensmitteln sogar Bio-Qualität.
Tatsächlich werden laut AMA-Angaben pro Jahr 100.000 Tonnen importierte Soja mit Gentech-Anteil verfüttert. Greenpeace schaltet nun die Sozialpartner ein: Arbeiterkammer, ÖGB, Wirtschaftskammer und die Präsidentenkonferenz der Landeslandwirtschaftskammern sitzen im übergeordneten AMA-Lenkungsgremium.
"Greenpeace fordert die großen Vier' auf, sich für Verbesserungen bei der AMA-Qualität einzusetzen", sagt Molekularbiologin Susanne Fromwald von Greenpeace. "Das hohe Vertrauen der KonsumentInnen in österreichische Lebensmittel darf nicht verloren gehen."
"Die Differenz zwischen der Einschätzung der Menschen und den tatsächlichen Kriterien des AMA-Gütesiegels ist erstaunlich groß", so Fromwald. Das Güte-siegel steht bei den Österreichern für qualitativ hochwertige Produkte aus Österreich, von denen sich die Österreicher dann auch gentechnikfreie Füt-terung erwarten. "Dieses große Vertrauen kann wohl nur mit der irreführenden Werbung der AMA, die immer wieder grüne Wiesen und glückliche Kühe in TV-Spots präsentiert, erklärt werden. Es ist höchste Zeit, dass die AMA mit ihren Qualitätskriterien die Erwartungen der Österreicher tatsächlich erfüllt", fordert Fromwald. |