Der Klimawandel ist bereits jetzt nachweisbar: Weltweit stiegen im 20. Jahrhundert die Temperaturen um 0,6 Grad Celsius, in Österreich sogar um 1,8 Grad. Die Folgen sind Fluten, Megastürme, Dürren mit den katastrophalen Folgen für Mensch und Natur. Eine Greenpeace-Studie hat ergeben, das die Benutzung von nur einem Teil der verbleibenden Erdölvorräte bereits zu einem weiteren Temperaturanstieg von über 2 Grad führen wird, und laut UNO wird eine Fortsetzung des heutigen Ölkonsums zu einer Temperatursteigung von bis zu 5,8 Grad führen.
Laut Weltgesundheitsorganisation WHO starben bereits im Jahr 2000 150.000 Menschen als Folge des globalen Klimawandels. Diese Zahl wird sich bis 2030 verdoppeln. Aber auch Tausende von Zivilisten starben in den Kriegen im Nahen Osten im Kampf um die letzten großen Ölfelder. Statt der Sicherstellung angeblicher Massenvernichtungswaffen durch die US-Armee haben sich die US-amerikanischen Ölkonzerne im Irak die zweitgrößten Erdölvorkommen weltweit gesichert.
Bereits jetzt sind viele große Erdölfelder, wie zum Beispiel im britischen Teil der Nordsee, leer. Immer öfter müssen Ölfelder in tieferen Teilen des Meeres oder in der Arktis erschlossen werden. Dabei wird auch in sehr sensiblen Gebieten nach Öl gesucht, wie etwa in Alaska, oder vor der Küste der russischen Halbinsel Sachalin, wo die letzten Grauwale bedroht werden. "Je schwieriger die Ölförderung wird, desto teurer wird auch das Öl in den nächsten Jahrzehnten werden. Der Umstieg muss jetzt beginnen, nicht erst wenn die letzte Quelle versiegt ist", so Westerhof. |