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Reise ohne Wiederkehr

April/Mai 1985 - Am 23. April betritt eine Frau mit kurzem, streng gescheiteltem Haar das Greenpeace-Büro in Auckland. Frédérique Bonlieu nennt sich die zurückhaltend wirkende Person, die ihre Hilfe anbietet. In der Geschäftsstelle ist man auf Freiwillige angewiesen. Also verschickt Bonlieu Infoblätter, sortiert Fernschreiben und nimmt Anrufe entgegen, die in der neuseeländischen Greenpeace-Zentrale eingehen. Schon bald ist die junge Frau in fast alle Details der Rainbow-Warrior-Aktion eingeweiht. Jede Information, die Bonlieu während ihrer Wochen bei Greenpeace aufschnappt, leitet die 33-Jährige unverzüglich nach Paris weiter. Denn Frédérique Bonlieu heißt in Wirklichkeit Christine Cabon und steht auf der Gehaltsliste des französischen Nachrichtendienstes.

 

Durch Greenpeace fühlt sich die "grande nation", deren Atomwaffen die längst verblasste Weltmachtrolle bewahren sollen, nicht zum ersten Mal herausgefordert. Schon 1972 war David McTaggart für die Umweltschützer mit seinem Segelboot "Vega" zur Sperrzone um Moruroa gesegelt, um einen Atomtest zu verhindern. Die Vega wird von einem Kriegsschiff durch einen Rammstoß zur Umkehr gezwungen. Im Jahr darauf ist McTaggart erneut zur Stelle; diesmal entern Kommandosoldaten die Yacht und schlagen ihn derart brutal zusammen, dass er fast ein Auge verliert. Doch Fotos von diesem Überfall entzünden internationale Proteste gegen die arrogante Atommacht und ihre Tests im Pazifik. Greenpeace hingegen, vorher kaum bekannt, erntet weltweite Sympathie.

 

Cabons Geheimdossiers über eine erneute Fahrt von Greenpeace ins Sperrgebiet bestärken die DGSE, von der Aufklärung zur Attacke überzugehen. Bald steht der Plan für die Operation "Satanic". Die Rainbow Warrior soll durch zwei Haftminen lahm gelegt werden. Eine erste Detonation soll die Crew zur Flucht von Bord zwingen, bevor die zweite Bombe das Schiff irreparabel beschädigt. Eine im korsischen Aspretto stationierte Kampfschwimmer-Einheit der DGSE wird mit Planung und Durchführung der Aktion beauftragt.

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