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Reise ohne Wiederkehr

1987 bis 1995 - Bei ihrer Ankunft in Paris werden Prieur und Mafart gefeiert, wenig später befördert und in den 90er Jahren sogar mit einem Verdienstorden dekoriert. Louis-Pierre Dillais, der den Einsatz vor Ort geleitet hatte und dafür niemals strafrechtlich belangt wurde, steigt 1993 zum Geheimdienstkoordinator und persönlichen Berater des Verteidigungsministers auf. Der Oberkommandierende der Operation Satanic, General Jean-Claude Lesquer, wird zehn Jahre nach dem mörderischen Anschlag zum "Großoffizier der Ehrenlegion" ernannt, die zweithöchste Auszeichnung der Republik.

8,16 Millionen Euro "Schadensersatz" zahlt Frankreich nach einem Schiedsgerichtsverfahren an Greenpeace. Auch die Angehörigen Fernando Pereiras und der Staat Neuseeland werden abgefunden. Während das Wrack der Rainbow Warrior im Dezember 1987 in einer neuseeländischen Bucht feierlich versenkt wird, steckt Greenpeace einen Teil des Geldes in ein neues Flaggschiff der Regenbogen-Flotte: die Rainbow Warrior II. Auch sonst geht Greenpeace gestärkt aus dieser Attacke hervor. Der französische Terroranschlag bringt der Umweltorganisation weltweit Sympathien, neue Mitglieder und Spenden ein.

Am Ende der Affäre bleiben offene Fragen: Wer hat den entscheidenden Befehl für die Versenkung des Schiffes gegeben? Wie tief waren Verteidigungsminister Charles Hernu und Präsident François Mitterrand in die Planung verstrickt? Späte Antworten liefert der über die Affäre gestolperte Geheimdienstchef Pierre Lacoste mit seinen 1997 erschienen Erinnerungen "Un amiral au secret": Darin behauptet er, am 4. Juli, sechs Tage vor dem Anschlag, die Aktion mit Hernu persönlich abgestimmt zu haben. Zudem sei er am 15. Mai von Mitterrand empfangen worden und habe ihn detailliert über die geplante Aktion informiert. An diesem Tag, schreibt Lacoste, habe der Präsident seine Zustimmung zum Bombenattentat erteilt.

 

MARCO CARINI

www.greenpeacemagazin.de

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