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Friedensflotte "Mirno More 2006"
> 16.09.2006
Meeresbiologie zum Angreifen für sozial benachteiligte Kinder







Greenpeace unterstützte das sozialpädagogische Friedensprojekt Mirno More erstmals mit einem eigenen Schiff und hat dabei meeresökologische Workshops für Kinder angeboten. Die "mobilkom austria Friedensflotte Mirno More 2006" stach von mehreren Häfen im kroatischen Mitteldalmatien zum mittlerweile zwölften Mal in See. An Bord der 75 Schiffe, darunter das von Greenpeace gecharterte Schiff "Azul", waren mehrere hundert zumeist sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche sowie deren Betreuer. Damit konnten wir Kindern das Mittelmeer auch vom ökologischen Blickwinkel her vor Ort näher bringen. Gerade das Mittelmeer benötigt dringend die Einrichtung von Meeresschutzgebieten, um seine einmalige Artenvielfalt auch für nachfolgende Generationen zu erhalten.

 

In den Workshops ist den teilnehmenden Kindern spielerisch ein Grundverständnis für die Lebensprozesse im Meer vermittelt worden. Als "Meeresschutz-Piraten" gingen sie unter der Anleitung von Meeresbiologin Helms selbst auf Schatzsuche und entdeckten so die Geheimnisse der Ozeane. Die Programme waren auf Alter und Interesse der Kinder und Jugendlichen abgestimmt, zur Auswahl standen Adriadelfine und Mittelmeer-Wale, Mördermuschel und Hai oder Seemaus und Seepferdchen. Die Ausrüstung, mit der die kleinen Meeresforscher auf Entdeckung gehen konnten, reichte vom einfachen Eimer und Kescher über Aquarium und Becherlupe bis hin zum professionellem Planktonnetz und Stereolupe. In der "Schatzkiste" der Meeresbiologin fanden sich noch weitere kindgerechte Anschauungsmaterialien wie etwa Walbarten und Haifischzähne.

 

Das beliebte Urlaubsparadies ist vielfältigen Bedrohungen ausgesetzt. Verschmutzungen wie derzeit der Ölteppich vor der libanesischen Küste, aber auch illegale Treibnetzfischerei und Fischfänge weit über die gesetzlichen Fangquoten hinaus machen dem Mittelmeer schwer zu schaffen. Für die Region vor der kroatischen Küste fordert Greenpeace die Einrichtung von zwei Schutzgebieten auf Hoher See, die durch kleinräumigere Schutzgebiete entlang der Küste ergänzt werden sollten.

 

Entlang der kroatischen Küste ziehen sich Seegraswiesen, die als Kinderstube für viele Fischarten eine große Bedeutung haben. Die Region ist lebenswichtig für viele adriatische Fischbestände. In der Adria befinden sich darüber hinaus bedeutsame Laichplätze von Sardinen, Anchovis, Seehechten und andere Fischarten. Der Norden Kroatiens ist für den seltenen Großen Tümmler ein wichtiger Lebensraum.

 

[Weblog der Crew auf demGreenpeace-Schiff "Azul"...]

[Bildergalerie zur Friedensflotte 2006...]

[Homepage des Friedensprojektes "Mirno More"...]

[Greenpeace-Infoseiten übers Mittelmeer..]

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