In den 70er Jahren bestand die größte Bedrohung der tropischen Urwälder in Großprojekten wie Staudämmen und Erzminen. Dazu kamen die von den Regierungen in Brasilien und Indonesien eingeleiteten Massenumsiedlungen von landlosen Bürgern aus dicht bewohnten Gebieten in neue Regionen, in denen der Urwald weichen musste.
In den 80er Jahren kamen Rodungen für Papierfabriken und Plantagen für rasch wachsende Eukalyptuswälder dazu. Auch die immer intensivere Suche nach wertvollen Hölzern wie Teak oder Mahagoni begann sichtbar an den Wäldern zu nagen. Diese Baumarten standen plötzlich auf der Liste der bedrohten Arten. Zugleich wurde der Wald stark zersiedelt. Die für die gewinnträchtige Holzbringung gebauten Strassen ermöglichten das Einströmen von landlosen Umsiedlern. In der Folge brannten diese Menschen das ab, was nach den Holzfällern noch übrig geblieben war.
Von den Strassen und vom Rand her fraßen sich Rodungen für Viehweiden in den Wald. Vor allem die Rinderzucht begann zu boomen. Das Fleisch war vor allem für den Internationalen Markt gedacht, der Export wurde aber durch Kampagnen gegen Großabnehmer im Westen zunehmend schwieriger.
Mit Ende der 90er Jahre ging der größere Teil der Waldvernichtung bereits zu Lasten der industriellen Landwirtschaft, die ihre Soja-Anbauflächen immer weiter in Regenwaldgebiete vorantrieb. Dort wächst nicht etwa Nahrung für die Hungernden, dort wird Futter für die Massentierhaltung in den USA und in Europa angebaut.
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