Der Ökologische Fußabdruck (Footprint) misst die Fläche, die benötigt wird, um
- Rohstoffe zu reproduzieren und
- Schadstoffe abzubauen, die der Mensch für
- Ernährung,
- Konsum und
- Energiebedarf braucht.
Vergleicht man den Footprint mit der weltweit vorhandenen Biokapazität, der Fähigkeit der Ökosysteme, Ressourcen zu erneuern und Abfälle aufzunehmen, ergibt sich das Datum des "Ecological Debt Day". Zu den sichtbarsten Hinweisen auf den Overshoot zählen der Klimawandel, jedoch auch die Überfischung, die Abholzung von Wäldern und die Bodenerosion.
"In Mitteleuropa merken wir noch recht wenig von den Wirkungen des globalen Raubbaus und wägen uns in trügerischer Sicherheit, doch es ist unser übermäßiger Konsum, der den heutigen Overshoot verursacht", betont Wolfgang Pekny, Greenpeace-Vordenker und Mitbegründer der Plattform Footprint, einer der 78 Partner des Global Footprint Network.
In der Plattform Footprint haben sich führende Umwelt- und Sozialorganisationen wie Greenpeace, WWF, GLOBAL 2000, Klimabündnis, Südwind Agentur, Agenda X und Ökosoziales Forum zusammengeschlossen, um den Ökologischen Fußabdruck als gemeinsamen Maßstab für zukunftsfähiges Leben in Österreich voran zu bringen. Eine gemeinsame Website (www.einefueralle.at), Broschüre, DVD und ein Online-Spiel sind die ersten Ergebnisse der Plattform. In Zusammenarbeit mit dem Lebensministerium wird aktuell an der Entwicklung des österreichischen Footprint-Rechners gearbeitet.
"Heute nutzen wir in neun Monaten, was die Erde in einem Jahr regenerieren kann. Trotzdem leben drei Viertel der Menschheit noch in äußerst bescheidenen, oft menschenunwürdigen Verhältnissen", betont Wolfgang Pekny. "Notwendig ist ein globaler Paradigmenwechsel. Wirtschaftskonzepte, die unbegrenzte Ressourcen voraussetzen, werden einer begrenzten Welt nicht mehr gerecht. Es braucht Konzepte für eine global faire Ökonomie", so Pekny.
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