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 Nach Weihnachten landen Berge von Geschenkverpackungen im Müll.
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Alle Jahre fallen am 25. Dezember in österreichische Haushalten Berge von Geschenkverpackungen an. Ein ganzer Industriezweig lebt von der Produktion dieser Wegwerf-Artikel. Es werden massenhaft Bäume gefällt, nur um Papier herzustellen und zu bedrucken, dass dann am nächsten Tag im Müll landet. Auch bei Geschenkverpackungen aus Metall- oder Kunststoff-Folien ist der Ressourcenverbrauch enorm.
So können Sie weihnachtliche Müllberge vermeiden, die Umwelt und die, zumeist bereits durch Einkaufe strapazierte, Geldbörse schonen:
- Wer vorwiegend Erwachsene beschenkt kann die umweltfreundlichste Verpackungsart wählen: Die Geschenke gar nicht einpacken.
- Altes Zeitungspapier, vor allem von großformatigen Zeitungen, eignet sich auch sehr gut zum Einpacken von Geschenken.
- Wem Zeitungspapier zu unweihnachtlich ist kann (mit Kindern gemeinsam) aus altem Papier selbst Geschenkpapier herstellen. Dafür eignet sich beispielsweise einseitig bedrucktes Papier, das auf der unbedruckten Seite mit Wasserfarben verziert wird. Weitere Möglichkeiten zur Verzierung: Bedrucken mit Kartoffelstempel (z. B. in Stern- oder Mond-Form), weihnachtliche Motive aus alten Zeitschriften ausschneiden und aufkleben.
- Anstelle von herkömmlichem Klebeband könnten Sie ablösbares verwenden, das Sie dann für andere Zwecke wiederverwenden können. Ein solches ist z. B. das Produkt Scotch Magic 811. Es besteht aus Cellulose-Acetat, das aus Natur-Zellulose gewonnen wird. Zellulose wird beispielsweise aus Holz hergestellt. Oder Sie verwenden Schnüre aus nachwachsenden Rohstoffen wie z. B. Baumwolle, Sisal oder Hanf bzw. Recycling-Packschnur aus Zwirn- und Garnabfällen oder alte Wollreste.
- In gleicher Form können alte Schachteln oder Kartons mit altem (Geschenk-)Papier beklebt, bemalt oder "bestempelt" werden. Der große Vorteil: Diese Schachteln können Sie nächstes Jahr wieder verwenden. So können Sie sich im Laufe der Zeit Geschenkschachteln für verschiedene Anlässe basteln, die Sie jahrelang verwenden können.
- Wenn Sie in Geschenkpapier verpackte Geschenke erhalten könnten Sie versuchen das Geschenk vorsichtig auszupacken, damit Sie das Papier erneut verwenden oder - noch besser - zur Herstellung von Geschenkschachteln verwenden können.
- Für den mehrmaligen Gebrauch eignen sich auch beispielsweise aus alten Stoffen selbstgenähte textile Geschenk-Sackerl.
- Man kann auch Badetücher, Leintücher, Seidenschals oder hübsche Geschirrtücher als Verpackung verwenden. Diese eignen sich vor allem für große oder leicht zerbrechliche Geschenke.
- Beim vorweihnachtlichen Spaziergang gesammelte, natürliche Materialien eignen sich sehr gut zur Verzierung der Geschenke, z. B. Zapfen oder Reisig-Zweige.
- Wer bereits während des Jahres geeignete Schachteln, alte Zeitungen, Seidenpapier (wird oft als Transportschutz verwendet) oder Fundstücke von Spaziergängen sammelt kann aus einer Fülle an Materialien wählen und auch für andere Anlässe Geschenkverpackungen herstellen.
- Geschenkverpackungen, die nicht wieder verwendet werden können sollten selbstverständlich ordnungsgemäß entsorgt werden (Papier zu Altpapier, etc.). Details zur Müllentsorgung in Ihrer Umgebung erfahren Sie von Ihrer Gemeindeverwaltung.
- Von Geschenkfolie sollten Sie grundsätzlich die Finger lassen. Sie hat im Vergleich zu Geschenkpapier einen wesentlich höheren Ressourcenverbrauch. Kunststoff-Folien werden im Gegensatz zu Geschenkpapier aus nicht erneuerbaren Rohstoffen hergestellt. Ganz problematisch sind metallisch glänzende Folien. Sie sind mit Aluminium bedampft. Abgesehen vom hohen Energieverbrauch bei der Produktion sind solche Materialien nicht wiederverwertbar, verrotten nicht und lagern für die nächsten paar hundert Jahre auf der Mülldeponie.
- Absolut unnötig ist durchsichtige Kunststoff-Folie: Der Überraschungs-Effekt ist gleich Null und man produziert unnötig Müll.
Weitere vorweihnachtliche Tipps finden Sie in unserem Adventskalender auf marktcheck.at. |