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Weg ins Solarzeitalter

"Eines Tages wird diese Industrie so groß wie die Ölindustrie sein" (Zitat eines Vorstandsmitgliedes von BP Solar, BP, The  Shield Magazine, 1997)

 

Seit 1990 erzielt die globale Photovoltaik-Industrie ein Wachstum von jährlich etwa 14%; dies entspricht dem Zehnfachen der Erdölindustrie. Das Jahr 1997, in dem eine Wachstumsrate von 25% erzielt wurde, war sogar ein Rekordjahr für die Expansion der globalen PV-Industrie. Industrieprognosen zufolge werden die weltweiten Umsätze der Photovoltaik bis zum Jahr 2010 einen Wert zwischen 8 und 18 Milliarden US-Dollar erreichen. Die PV-Industrie ist bereits jetzt stabil genug, um billige und in Massenproduktion gefertigte Geräte zur Energieversorgung anbieten zu können, um dem weltweiten Energiebedarf entsprechen zu können. Allerdings erfordert ein Wachstum wie dieses eine aktive Unterstützung durch Regierungen und Wirtschaft.

 

Solarenergie kann pro investiertem Dollar mehr Arbeitsplätze schaffen als fossile Brennstoffe. Laut Shell würden 2,4 Milliarden US-Dollar 2.000 dauerhafte Arbeitsplätze schaffen (1,2 Millionen US-Dollar pro Arbeitsplatz). Eine Studie von BP wiederum ergab, daß eine Investition von 550 Millionen US-Dollar in eine große Solarfabrik mit einer jährlichen Solarzellenproduktion von 500 Megawatt 3.000 neue Arbeitsplätze schaffen würde (190.000 US-Dollar pro Arbeitsplatz). Das bedeutet, daß Photovoltaik sechs mal mehr Arbeitsplätze schafft als gleich hohe Investitionen in die Erdölgewinnung. Außerdem ergab die BP-Studie, daß eine Produktion dieses Ausmasses die Kosten um 80% senken könnte und die Solar-Investitionen zu einem weltweiten Erfolg führten. Gewinne von 100 Milliarden US-Dollar sind zu erwarten.

 

Einige Industrieanalytiker der Solarindustrie haben gemeint, daß die Errichtung von Massenproduktionsstätten für Solarenergie solange nicht zielführend wäre, solange sich die entsprechenden Märkte noch nicht augenscheinlich in einem Wachstum befänden. Von Unternehmen werden im allgemeinen aber immer wieder aus den verschiedensten Gründen (neue) Märkte gestaltet, welche sich den bestehenden Marktverhältnissen anzupassen verstehen. Wie etwa das japanische Beispiel zeigt, ist die Schaffung und Förderung von Märkten sowohl für politische als auch investorische Tätigkeiten eine große Herausforderung. Die japanische Regierung beabsichtigt die Errichtung von PV-Anlagen für die Stromproduktion von 4.600 MW bis zum Jahr 2010.

 

In japanischen Zeitungen sind ganzseitige Werbeinserate für Solarhäuser gleich neben jenen für Autos, Computer und Fernsehgeräte zu finden. Eine aktuelle Analyse der japanischen Industrie zeigt, daß der Plan der Regierung, einen starken Binnenmarkt zu schaffen, für die Solarfirmen große Wettbewerbsvorteile auf dem Weltmarkt mit sich bringen wird. Diese Industriestrategie entspricht der Erfolgsgeschichte von japanischen Autos, Computern und Elektronikgütern.

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