In Kühlschränken wurden FCKW sowohl im Kühlsystem als auch in der Schäumung (Isolierung) eingesetzt. Sie tragen in steigendem Maß zur Zerstörung der Ozonschicht bei. Statt die Produktion von halogenierten Kohlenwasserstoffen ganz aufzugeben und auf umweltfreundliche Alternativen umzustellen, setzte die Chemieindustrie zunächst auf teilhalogenierte H-FCKW als Ersatzkühlmittel. Doch auch diese Stoffe zerstören die Ozonschicht, wenn auch in weit geringerem Maße als FCKW. Inzwischen propagiert sie auch chlorfreies FKW, das, da chlorfrei, kein Ozonkiller ist. FKW sind jedoch starke Treibhausgase, die zur Erwärmung der Erde und zur Klimaveränderung beitragen. R134a, das meist verwendete H-FKW ist 3200mal klimaschädlicher als CO2.
Greenfreeze
Greenpeace hat 1992 unter Beweis gestellt, dass der Ausstieg aus der FCKW-Verwendung möglich ist. Im Gegensatz zu den halbherzigen Versuchen der Kühlschrank-Industrie, FCKW zu umgehen, werden bei dem auf Initiative von Greenpeace entwickelten Kühlschränken - genannt Greenfreeze - weder die Ozonschichtkiller FCKW und H-FCKW noch das Treibhausgas H-FKW verwendet. Der Greenfreeze enthält als Kältemittel den Kohlenwasserstoff Iso-Butan. Die Isolierung wird mit Pentan geschäumt.
Die Vorurteile gegen das auf Initiative von Greenpeace entwickelte Kühlsystem konnten schnell widerlegt werden. Bereits 1993 präsentierten neben der Firma "Foron" (Greenfreeze-Hersteller) auch führende Kühlschrankhersteller (z.B.: Bosch, Siemens, Liebherr) ihre eigenen "Greenfreeze"-Modelle. Mittlerweile gibt es alle Kühl- und Gefriergeräte ozonschicht- und klimafreundlich - nach dem Greenfreeze-Prinzip. Die Technologie wird heute bereits in ganz Europa, aber auch in Australien, China, Argentinien, Japan, Kuba etc. eingesetzt. |