In Filmen hissen Piraten stolz die schwarze Flagge mit dem Totenkopf. In der Realität segeln sie unter der Flagge von so genannten Billigflaggenländern oder ganz ohne Nationalitäten-Flagge und Namenszug am Schiff umher. Die häufigsten Anbieter von Billigflaggen sind Panama, Belize, Honduras und St. Vincent & Grenadinen: Sie stellen zusammen etwa 80 Prozent der unter Billigflagge fahrenden industriellen Fischereifahrzeuge.
Billigflaggenländer sind in der Regel keinem internationalen oder regionalen Fischereiabkommen beigetreten und müssen somit keine Fangquoten zu beachten. Diese Länder bieten damit jeder Fischereifirma die Möglichkeit, die internationalen Regeln und strengeren Gesetze ihrer Heimatländer zu umgehen. Die Piratenfischerei umgeht oftmals auch Sicherheitsstandards und soziale Mindeststandards für ihre Besatzung.
Sie agieren weltweit: ob Dorsch in der Ostsee, Schwarzer Seehecht im Südpolarmeer, ob Tunfisch im Zentralpazifik, Garnelen und Seezungen vor der Küste Westafrikas - kein Meer ist vor ihnen sicher. Die Piratenfischer gehen auf die wertvollsten Fischarten los. |