Tunfisch eine aussterbende Art auf unseren Tellern
Der Tunfisch ist mit bis zu 4,5 Meter Länge und beinahe 700 Kilogramm Gewicht der König der Ozeane. Mit bis zu 90 km/h durchquert der Rote Tun auch ganze Ozeane.
Die Probleme
Überfischung: Immer mehr Menschen lieben sein Fleisch und immer mehr jagen dem Fisch hinterher. Damit lässt sich viel Geld verdienen: Am Fischmarkt in Tokio kostet das Kilo, wenn die Qualität stimmt, bis zu 500 Euro. Das macht den Tunfisch ähnlich lukrativ wie Kaviar. Angesichts solcher Summen pflügen immer mehr hochtechnisierte Fischereiflotten mit kilometerlangen Netzen, unterstützt von Hubschraubern und Kühlschiffen, die Meere nach Tunfisch um.
Zerstörerische Methoden: Tunfische lassen sich mit der Fortpflanzung ziemlich viel Zeit. Das wird ihnen gerade zum Verhängnis. Die ausgefeilten Fischereitechniken, die viel zu hoch angesetzten Fangquoten, die Piratenfischer, die alle Gesetze und Einschränkungen ignorieren und letztlich auch die in ihren Auswirkungen fatale Tunfischmast sie alle haben dafür gesorgt, dass nicht nur viele Tunfischarten überfischt sind, sondern einige schon zu den vom Aussterben bedrohten Arten zu zählen sind.
Beifang: Der Zusammenbruch der Tunfisch-Bestände hat auch für alle anderen Meeresbewohner fatale Folgen. Nicht nur die Piratenfischer operieren mit Langleinen: 100 Kilometer weit sind über 2.000 Köderhaken ausgelegt. Natürlich beißen da längst nicht nur Tunfische an, auch Haie, Delfine oder Seevögel. Rund 40.000 Meeresschildkröten sterben Jahr für Jahr auf diese Art! Experten schätzen, dass in der weltweiten Fischerei ganze 40 Prozent "unerwünschter Beifang" tot oder sterbend über die Bordwand entsorgt werden.