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Beringmeer
Greenpeace-Schiffsexpedition in das Beringmeer/Alaska 2007



Tiefsee-Forschungsplattform für zwei Monate: Greenpeace-Schiff 'Esperanza'

 

Die Greenpeace-Crew an Bord der "Esperanza" erlebte zwischen Juli und August 2007 eine Abenteuerreise wie sie im Buche steht: Mit zwei Forschungs-U-Booten erkundeten Greenpeace-Experten die Tiefen des weltweit größten Unterwassercanyons vor Alaska. Obwohl diese Gegend zu den abgelegensten der Welt zählt, ist sie dennoch für Greenpeace sehr bedeutend: Sie Expedition kehrte nach Amchitka auf den Aleuten zurück - der "Geburtsstätte" von Greenpeace, wo vor 36 Jahren die allererste Protestfahrt des Greenpeace-Schiffes "Phyllis Cormack" stattfand.

Mit dem Mini-U-Boot in die Tiefe



Tiefseekoralle - Farbleuchten in 300 Meter Tiefe

Erstkontakt! Greenpeace ist dahin abgetaucht, wo noch kein Mensch vorher unterwegs war: in die Tiefsee-Canyons des Beringmeeres vor Alaska! Mit zwei Mini-Tauchbooten und einem Team von führenden Tiefsee-Forschern an Bord des Greenpeace-Schiffes "Esperanza" ist die Greenpeace-Crew zwischen Juni und August 2007 vor Alaska gesegelt. Ihr Ziel: die Erforschung und Dokumentation der Tiefsee-Habitate des Pribilof- und desZemchug-Tiefsee-Canyons, dem größten  Unterwasser-Canyon der Welt.

Das 72 Meter lange Greenpeace-Schiff "Esperanza" war dabei eine schwimmende Forschungsplattform: Zwei bemannte Tiefsee-U-Boote, die bis zu 600 Meter tief tauchen können, und ein ferngesteuerter Tauchroboter (ROV) für Tiefen über 900 Meter wurden von Deck ins Wasser gelassen.

Unentdeckte Artenvielfalt



Im Scheinwerferlicht: Tiefsee-Fisch

Die Geschöpfe am Boden der subarktischen Tiefsee-Canyons versetzen die Crew an Bord immer wieder in Erstaunen: Gärten mit Tiefsee-Korallen und Schwämmen, Tintenfisch-Schwärme, skurrile Fische, leuchtende Wirbellose und unzählige Arten, die bis jetzt nicht beschrieben worden sind. Bei jedem Tauchgang wurden neue Tierarten gesichtet.

Zerstörung durch Grundschleppnetze



Tiefsee-Trawler: Grundschleppnetze verwüsten den Meeresboden

Doch auch die menschliche Zerstörung am Boden der Tiefsee konnte dokumentiert werden: Die Grundschleppnetze der Fischereischiffe hinterlassen auch in diesem abgelegen Winkel der Welt bereits ihre Spuren.

 

Das war auch der Grund, warum Greenpeace zu dieser Expedition aufgebrochen ist: Die Mangementbehörde für den Norpazifik hatte kürzlich entschieden, diesen Canyons nicht den gleichen Schutz vor den zerstörerischen Grundschleppnetzen zu gewähren wie anderen ähnlichen Meeresgebieten vor Alaska. Die Behörde begründete dies mit den fehlenden Beweisen für die Bedrohung. Greenpeace hat nun die entsprechenden wissenschaftlich fundierten "Beweise" gesammelt und der Behörde übergeben.

 

Heimat unserer Fischstäbchen



Buckelwal

und daher auch einer der Die Gewässer zwischen Alaska und Russland sind die Heimat für eine Fülle von Wildtieren. Eisbären, Seelöwen, Robben, Walrösser, Wale und Millionen von Seevögeln leben hier. Das Beringmeer ist eine der produktivsten Meeresregionenbegehrtesten Fischereigründe der Welt. Doch das polare Beringmeer ist ein empfindlicher Lebensraum, leicht verletzbar und inzwischen massiv bedroht. Bei uns ist der "Alaska-Seelachs" der meist importierte Fisch und steckt in Fischstäbchen und Schlemmerfilets. 

 

Gemeinsam mit Alaska's Ureinwohnern, deren Existenz auf dem Fischfang basiert, kämpft Greenpeace in den Küstensiedlungen für eine nachhaltige Fischerei in der durch Überfischung und destruktive Fischerei stark bedrohten Region.

Video: Testfahrt in eine andere Welt

Juni 2007: Das Greenpeace-Team testet zum ersten Mal das Forschungs-U-Boot, mit dem in 350 Meter Tiefe die Tiefsee-Canyons vor Alaska erforscht werden. Begleite unseren U-Boot-Fahrer auf seiner "Testfahrt" in eine andere Welt.

Video: Beringmeer in Gefahr

Dieser Jahr kehrt Greenpeace dahin zurück, wo die die Geschichte von Greenpeace vor über 30 Jahren begann: zu den Aleuten in Alaska. Diese entlegene Region - und mit ihm seine Bewohner - ist durch die industrielle Fischerei massiv bedroht.

Weitere Infos:

070629_Alaska-_Bering_Native_Communities.pdf
THE BERING SEA: NATIVE CULTURES UNDER THREAT (engl.)
   66 K
070629_Alaska-_Bering_Sea_in_trouble.pdf
DEEP TROUBLE IN THE BERING SEA (engl.)
   65 K
070629_Greenpeace_history_in_Bering_Sea.pdf
GREENPEACE’S HISTORY IN THE BERING SEA (engl.)
   65 K
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Bering Sea Tour 2007:

Karte der Expedition mit Google Maps.

 

Mehr Videos, Bilder und das Weblog der Expedition auf der Webseite von Greenpeace USA.