Obwohl Biokraftstoffe weniger als 1% (Stand 2005) des weltweiten Ölbedarfs decken, hat der Hunger nach Öl die Preise für Speiseölsaaten bereits nach oben getrieben. Die Preise für Rapssaat sind um 25 % gestiegen. Im Überschussland USA wurde Mais 2006 wegen der Ethanolproduktion fast zur Mangelware, der Preis stieg um 25%! In Mexiko kam es bereits zu den ersten Unruhen als der Preis für das Grundnahrungsmittel Mais wegen der Nachfrage für die Energieproduktion stark anstieg.
Der Preis für die Biokraftstoffe wird weiter steigen, und damit nicht nur der Druck auf die Natur sondern auch auf die hungernden Menschen. Schon heute gibt es einen Wettbewerb zwischen Lebensmitteln und Energie. Im Wettlauf mit dem Hunger der Armen werden die reichen Autofahrer immer die Nase vorne haben. Von dem Getreide, das für eine Tankfüllung Ethanol nötig ist, kann ein Mensch ein ganzes Jahr leben.
Zur ökologischen Verödung kommt die soziale Verwahrlosung ganzer Regionen. Holzdiebe und Soja-Barone schrecken auch vor Mord nicht zurück, wenn es um das Loswerden unbequemer Kritiker geht.
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