CO2 (Kohlendioxid) ist ein unsichtbares und geruchsloses Gas, das in geringen Mengen in der Atmosphäre vorkommt. Bei hohen Konzentrationen führt es zum Tod durch Erstickung. Es ist schwerer als Luft und verteilt sich daher über den Boden und an tief gelegenen Stellen. Diese Gefahr kennt man in Österreich am ehesten aus Weinkellern, wo es durch hohe CO2-Konzentrationen immer wieder zu Todesfällen kommt. Im Jahr 1984 kam es in Kamerun zu einer großen Katastrophe, als aus einem See große Mengen Kohlendioxid aufstiegen, und 1.700 Menschen und unzählige Tiere in der Umgebung erstickten.
Das Risiko, dass es bei Endlagerstätten zu solchen Unfällen kommt ist wahrscheinlich nicht sehr groß. Allerdings gibt es weltweit noch gar keine CO2-Speicher, somit keine Erfahrungswerte, und schon gar keine langjährige Erfahrung. Dazu kommt, dass im Falle eines Unfalles die Folgen wahrscheinlich unübersehbar sind.
Die ungelöste Haftungsfrage
Ein anderes Problem von Kohlendioxid-Endlagerstätten ist, dass das Treibhausgas CO2 dort ewig gespeichert werden muss. Nur so macht es im Kampf gegen den Klimawandel Sinn. Daraus ergibt sich die zentrale Frage: wer garantiert, dass die Lager auch wirklich so lange gasdicht sind, und wer haftet für eventuelle Probleme. Ist es wie bei Atommüll oder Staatsschulden? Werden die Generationen nach uns mit unseren heutigen Entscheidungen beschäftigt sein?
Hohe Kosten
Die Kosten von Kohlendioxid-Abscheidung und –Lagerung sind sehr hoch. Bei Ausschöpfung des vollen Potentials in Österreich würden die Kosten bei etwa zehn bis zwanzig Milliarden Euro liegen – Geld mit dem eine Million Wohnungen und Häuser saniert, viele zehntausende Jobs geschaffen werden könnten und die einen wirklichen Beitrag zum Klimaschutz leisten können.
Fazit: die Forschung zu CCS steckt noch in den Kinderschuhen und es ist sehr fraglich, ob die Technik vor 2020 überhaupt funktionieren wird. Diese Zeit bleibt uns aber nicht im Kampf gegen den Klimawandel. Wegen der erheblichen Risken, der ungeklärten Frage der Haftung und der hohen Kosten lehnt Greenpeace diese Pläne ab.
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