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> 08.01.2008
Die globale Landwirtschaft ist einer der größten Verursacher klimaschädlicher Treibhausgase. Zu diesem Schluss kommt die heute von Greenpeace veröffentlichte Studie Cool Farming. Die Hauptverursacher klimaschädlicher Gase wie CO2 (Kohlendioxid) und N2O (Lachgas) sind:
- die Überdüngung,
- die zunehmende Waldrodung,
- der sinkende Humusanteil im Boden und
- die intensive Tiermast.
Schätzungen zufolge gehen zwischen 17 und 32 Prozent aller von Menschen verursachten Treibhausgase auf das Konto der globalen Agrarwirtschaft.
Die schlechte Nachricht: industrielle Landwirtschaft ist eine der Hauptursache des Klimawandels und die verursachten Umweltschäden sind bereits im Roten Bereich.
Die gute Nachricht: wenn sofort Gegenmaßnahmen gesetzt werden, kann die Landwirtschaft sogar einen Beitrag zur Senkung der CO2-Emissionen leisten.
Die Studie Cool Farming wurde von Pete Smith, Hauptautor des letzten Berichtes des UN-Weltklimarates UNIPCC und Professor an der Universität Aberdeen (Schottland), im Auftrag von Greenpeace erstellt. Cool Farming ist die erste Studie, die detaillierten Aufschluss über die direkten und indirekten Einflüsse der Landwirtschaft auf den Klimawandel gibt. Zudem finden sich in der Studie auch einfach umzusetzende Lösungen, um dem derzeit vorherrschenden Trend entgegen zu wirken.
Vor allem der hohe Energie- und Chemikalieneinsatz gilt im Agrarbereich als Hauptverursacher von Treibhausgasen. Die Studienautoren schätzen den Ausstoß an CO2-Äquivalenten durch die Landwirtschaft auf einen Wert zwischen 8,5 und 16,5 Milliarden Tonnen pro Jahr. Mit 2,1 Milliarden Tonnen CO2-Äquivalenten hat der übermäßige Einsatz von Dünger dabei den größten Anteil. Durch die Überdüngung der Felder entsteht vor allem Lachgas (N2O), das in etwa dreihundert Mal so klimaschädlich ist wie CO2. |  |  | 
 Überdüngung, zunehmende Waldrodung, der sinkende Humusanteil im Boden und die intensive Tiermast sind in der Landwirtschaft die Hauptverursacher klimaschädlicher Gase wie CO2 und N2O.
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 Die Treibhausgas-Emissionen aus der Landwirtschaft.
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 Gesamter Beitrag der Landwirtschaft zu Treibhausgasemissionen, inkl. Emissionen aus der Landnutzungsänderung.
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- Einen Umbau der industriellen Landwirtschaft mit Anbaumethoden, die für Mensch, Tier und Umwelt verträglich sind
- Keine Rodung von Urwäldern und Trockenlegung von Feuchtgebieten zur landwirtschaftlichen Nutzung
- Klimaabgabe auf mineralische Stickstoffdünger
- Umwandlung der europäischen und nationalen Agrarsubventionszahlungen zur Förderung von Betrieben, die ökologisch sinnvoll und klimafreundlich wirtschaften und auf ihren landwirtschaftlichen Böden den Humusgehalt erhöhen.
- Staatlich finanzierte Werbemaßnahmen, insbesondere in den Industriestaaten, für eine geänderte Ernährungsweise mit weniger Fleisch.
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Autor: peteralex
Datum: 12.01.08 15:18
Ich empfinde den Satz: Studie entlarvt Landwirtschaft als Klimakiller als Falschmeldung, und zwar gerade wegen der angeführten Klima-Kill-Ursachen!
· Überdüngung
Landwirtschaft düngt zwar, aber in angemessenem, also umweltverträglichem Umfang und mit umweltverträglichen Mitteln.
· Waldrodung
der Wald ist meiner Ansicht nach Teil der Landwirtschaft oder zumindest ein die Landwirtschaft ergänzender Bereich.
· sinkender Humusanteil im Boden
hat auch irgendwo mit falschen Düngemethoden und natürlich auch mit dem Wald zu tun!
· intensive Tiermast
ist irgendwo vergleichbar mit der Überdüngung des Bodens, auf möglichst schnelle und bequeme Weise - ohne Rücksicht auf Natur und Kreatur - soll möglichst viel Gewinn gemacht werden! Viel zu geringe Transportkosten (Lebend-Tier-Transporte) begünstigen diesen Unfug.
Dies alles hat meiner Ansicht nichts mit Landwirtschaft, sondern mit Land-Misswirtschaft zu tun! Aber es handelt sich in Wirklichkeit gar nicht um Wirtschaft, sondern schlicht und einfach um Ausbeutung zum Zwecke der Gewinn-Abschöpfung!
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Autor: goingvegansavesearth
Datum: 9.01.08 18:27
Liebe grünen Brüder und Schwester, Gratulation zu diesem Bericht, der vieles von "Livestock's long shadow" der UNO noch verschärft und es wieder klar zeigt: Wenn wir alle VeganerInnen wären und noch dazu Bio essen würden, würde das alleine schon fast genügen. Ich bete, dass euer Vorschlag an die Regierungen, Subventionen zu streichen und v.a. auch für Vegetarische Lebensmittel zu werben, ankommt. Bitte zieht doch auch auf eurer Homepage hier die Konsequenzen - Wenn man links im Menu klickt auf Klimaschutz wird bei den Tipps - weniger Fleisch zu essen gar nicht erwähnt, statt dessen nur regional zu essen, was im Vergleich dazu verschwindend wenig bringt. Ist ja auch klar, wenn ich ein Kilo regionales Fleisch esse, für dessen Erzeugung 16 Kilogramm Soja aus Brasilien eingeflogen und Regenwald abgeholzt wurde, bringt das weniger als wenn ich das Fleisch auch noch gegen Tofu aus Deutschland ersetze ;) - Ein toller tipp noch für alle interessierten: Nachhaltiges Essen zum Klimaschutz: http://www.bfeoe.de/publikationen/Oe+L-Klima+Ernaehrung-Koerber-Kretschmer_6.pdf
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