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Dauergifte
Dauergifte


Ob Pestizide in alpinen Fichtennadeln, in klaren Bergseen oder auf abgelegenen Gletschern, Flammschutzmittel in gestrandeten Pottwalen, Dioxine in Futter- und Lebensmitteln oder Transformatorenöle in der Muttermilch von grönländischen Inuits:

 

Wo auch immer auf dieser Welt danach gesucht wird, werden gefährliche chemische Substanzen aus der Gruppe der "Dauergifte" gefunden. Allen diesen Dauergiften ist gemeinsam: sie sind sehr langlebig, reichern sich in der Nahrungskette an und zeigen gefährliche gesundheitliche Auswirkungen. Die einen sind krebserregend, die anderen erbgut- oder fruchtschädigend, manche sind alles gleichzeitig.

 

Durch Winde, Meeresströmungen und Niederschläge gelangen diese Dauergifte auch in die abgelegensten Teile der Welt. Auf Grönland gibt es keine chemische Industrie. Die Inuits setzen auch keine Pestizide ein. Und doch findet man viele gefährliche Stoffe auf den grönländischen Gletschern - verursacht durch die chemische Industrie in den Industriestaaten und den weltweiten, sorglosen Umgang mit gefährlichen Stoffen. Global gesehen sind die Dauergifte derzeit die schlimmste Umweltsünde der Chemieindustrie.

 

Nicht wenige Chemie-Konzerne haben ihre Abwasser- und Luftemissionen deutlich gesenkt. Doch viele Dauergifte verlassen nach wie vor völlig legal die Fabrikstore: als Flammschutzmittel, Pestizid, Kunststoffweichmacher oder Schiffsanstrich. Die Politik schaut dem bislang tatenlos zu. Greenpeace kämpft seit vielen Jahren gegen dieses bedrohliche Umweltproblem. Greenpeace führt in einem ersten Schritt weltweit Messungen durch und fordert von der verantwortlichen Chemieindustrie und den Politikern wirksame Maßnahmen ein.

 

Erste Erfolge für die Umwelt brachte das weltweite Verbot bzw. die strenge Regulierung einiger Dauer-gifte, des sogenannten "Dreckigen Dutzends", durch die UNO POPs-Konvention vom Mai 2001. Allerhöchste Zeit.

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