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- Wale am Leben: Nach Angaben des japanischen Amtes für Fischerei hat die Walfangflotte in der vergangenen Saison statt wie geplant 900 "nur" 551 Minke-Wale getötet. Grund dafür seien vor allem Störmanöver von Umwelt- und Tierschützern gewesen. Vergangenen Winter hatte das Greenpeace-Schiff "Esperanza" das Fabrikschiff "Nisshin Maru" 15 Tage lang verfolgt.
- Regenwald in der Seife: Nach Aktionen vor den Unilever-Hauptquartieren in mehreren europäischen Städten hat der Konzern zugesagt, sich gegen die Zerstörung des Regenwaldes in Indonesien einzusetzen. Geschäftsführer Patrick Cescau versprach außerdem, dass Unilever bis 2015 auf ausschließlich nachhaltig produziertes Palmöl umsteigen werde. Die Zerstörung des indonesischen Torf-Regenwaldes großteils für Palmöl-Plantagen ist für vier Prozent des globalen Treibhausgas-Ausstoßes verantwortlich. Allein die Firma Unilever verbraucht jedes Jahr 1,5 Millionen Tonnen dieses Öls.
- Holz in Frankreich: Nach einer zweitägigen Blockade des Imports von illegal geschlagenem Holz aus Brasilien hat zunächst die französische Regierung erklärt, sich des Themas annehmen zu wollen. Dann versprach auch die Europäische Kommission, sich um eine Verbesserung der Gesetzeslage zu kümmern. Ein erster Schritt. Greenpeace bleibt dran.
- Ein Jahr ohne Amazonaszerstörung für Sojafelder: Im Jahr 2006 wies Greenpeace in einem Report nach, wie sehr die Sojanachfrage der europäischen Lebensmittelindustrie dem Amazonas-Regenwald zusetzt. Auf den Druck von Greenpeace hin forderten Konzerne wie McDonalds ihre brasilianischen Lieferanten auf, sich nicht länger an der Zerstörung des Regenwaldes zu beteiligen. Die Folge war ein zweijähriger Einschlagstopp. Nun beschlossen die brasilianische Regierung und der Verband ihrer Sojahändler, dieses Einschlagsmoratorium für Soja um ein weiteres Jahr zu verlängern.
- Biosprit: Der Industrieausschuss des EU-Parlaments korrigiert das Ziel für die Beimischung von Agrotreibstoffen nach unten. Statt zehn, werden es nun nur noch sechs Prozent sein, die restlichen vier Prozent Einsparung sollen unter anderem durch Elektroautos erreicht werden. Denn was zunächst "öko" klang, hat sich als Bumerang erwiesen: Zunehmender Druck auf Urwälder, Vertreibung von Kleinbauern und steigende Lebensmittelpreise sind nur ein paar der negativen Folgen des Agrosprit-Booms. Greenpeace hält das für einen Schritt in die richtige Richtung und fordert Minister Pröll oder seine/n Nachfolger/in in der neuen österreichischen Regierung auf, auch für Österreich vom Zehn-Prozent-Ziel bis 2010 Abstand zu nehmen.
- Russischer Wald: Greenpeace Russland hat mit einem der größten russischen Papierproduzenten, Solikamskbumprom in der Region Perm (Ural), eine Vereinbarung unterzeichnet. Der Vertrag sieht vor, dass der Konzern die noch intakten Wälder in seinem Konzessionsgebiet unter Schutz stellt. Es geht immerhin um rund 100.000 Hektar, also mehr als zweimal die Fläche Wiens.
- Österreich ohne Gentechnik: Leider gibt es nur selten Gelegenheit, österreichische PolitikerInnen für ihr Umweltengagement zu loben. Umso schöner, wenn dann doch etwas da ist: Das Importverbot für den umstrittenen Gentech-Mais MON863 durch Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky geht voll in Ordnung. Die Europäische Union hat diesen Mais als Lebens- und Futtermittel zugelassen, obwohl Ratten im Fütterungsversuch mit MON863 an Nieren und Leber geschädigt wurden.
- Gentechnik in Rumänien: Nach monatelangem Druck von Greenpeace hat der rumänische Umweltminister Attila Korodi angekündigt, den Anbau der gentechnisch veränderten Maissorte MON 810 verbieten zu lassen. Rumänien ist mit rund drei Millionen Hektar der flächenmäßig größte Maisproduzent der EU und gesellt sich mit dem geplanten Verbot zu einer Gruppe von bisher sechs EU-Staaten, die den Gentech-Anbau unterbunden haben, darunter auch Österreich. Die Maissorte MON 810 ist derzeit eine von vier in der EU zum Anbau zugelassenen Gentech-Pflanzen (zwei Mais- und zwei Nelkensorten).
- Atomkraft in der Slowakei: Als Greenpeace am 6. März den Haupteingang der Erste-Bank-Zentrale am Wiener Graben zumauerte, hieß es von Seiten der österreichischen Bank noch, ein Ausstieg aus der Finanzierung von Mochovce sei kein Thema. Das nämlich forderten die AktivistInnen: Die Erste-Bank-Tochter Slovenska Sporitelna solle sich nicht an der Kreditvergabe für Slovenske Elektrarne (SE) beteiligen, die das umstrittene Atomkraftwerk Mochovce betreibt. Kaum sechs Wochen später ist das Unmögliche möglich: Die Erste Bank wird den Ausbau des riskanten slowakischen Kernkraftwerks nicht mitfinanzieren.
- Olympiade ohne Umweltzerstörung: Greenpeace erzielt einen wichtigen Sieg für die Umwelt in Russland. Ein Teil der Infrastruktur für die Olympischen Winterspiele 2014 in Sochi muss an einen anderen Ort verschoben werden als geplant: nicht im ökologisch wertvollsten Gebiet des Sochi-Nationalparks. Das hat der russische Präsident Wladimir Putin nach starkem Druck von Greenpeace, UNO-Behörden und anderen Umweltorganisationen bekannt gegeben. Damit ist einer der ökologischen "Hot spots" Russlands mit über hundert bedrohten Arten noch einmal davongekommen.
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 Greenpeace-Störmanöver behindern den japanischen Walfang.
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 Unilever will bis 2015 auf ausschließlich nachhaltig produziertes Palmöl umsteigen.
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 Greenpeace-Blockade des illegalen Holzimportes aus Brasilien.
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 Die Nachfrage der europäischen Lebensmittelindustrie setzt dem Regenwald stark zu.
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 Das EU-Parlament korrigiert das Ziel für die Beimischung von Agrotreibstoffen nach unten.
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 Rund 100.000 Hektar russischer Wald in der Region Perm (Ural) werden unter Schutz gestellt.
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 Die Erste Bank wird den Ausbau des riskanten slowakischen Kernkraftwerks nicht mitfinanzieren.
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 Österreichisches Importverbot für den umstrittenen Gentech-Mais MON863.
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 Der Anbau der gentechnisch veränderten Maissorte MON 810 wird in Rumänien verboten.
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 Die Infrastruktur wird nicht im ökologisch wertvollsten Gebiet des Sochi-Nationalparks errichtet.
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- Kein Piratenfisch bei Norma: Erfolg der Kampagne für ein nachhaltiges Fischangebot in Österreichs Supermärkten: Als erster Diskonter bietet "Norma" in Österreich und Deutschland eine lückenlose Rückverfolgbarkeit seiner Fischprodukte bis aufs Fangschiff an. Ein neues Logo kennzeichnet den lateinischen Artnamen sowie das Gebiet, die Methode und den Tag des Fanges. Das hilft den Kunden, bewusster Fisch einzukaufen und illegal gefangenen Fisch zu vermeiden. Andere Supermärkte mögen sich ein Beispiel nehmen.
- Tiefseefisch im Südpazifik: Nach vier Jahren Greenpeace-Kampagne gegen die Grundschleppnetzfischerei wird im Mai in Chile ein Durchbruch erreicht. Das internationale Abkommen trat noch 2007 in Kraft und soll den Südpazifik besser schützen. Die Maßnahmen und Restriktionen reichen vom Verbot der Grundschleppnetzfischerei in Bereichen mit verletzbaren Ökosystemen wie Tiefseebergen über stärkere Kontrollen an Bord der Fangschiffe bis zu der Pflicht, sich mindestens fünf Seemeilen zu entfernen, wenn man auf ein empfindliches Ökosystem stößt (z. B. bei Auffinden von Tiefseekorallen in den Fangnetzen).
- Kein neues Kohlekraftwerk für Neuseeland: Niemand sagt, dass Erfolge leicht zu erreichen sind. Die Entscheidung von Neuseelands Regierung, die Pläne für das Kohlekraftwerk "Marsden B" ad acta zu legen, markiert den Endpunkt von vier Jahren Protest. Ein paar der Maßnahmen: eine neuntägige Besetzung des Kraftwerk-Areals, Anzeigen bei Gericht, Demonstrationen, eine Lawine von Protestmails, eine Piraten-Radiostation, eine Surf-Aktion um nur einige zu nennen. Am Ende siegte die Vernunft denn wer Kohlekraftwerke sät, wird den Klimakollaps ernten.
- Umweltfreundlicheres Licht in Irland: Auch kleine Schritte können eine große Wirkung haben. Irland hat angekündigt, ab 2009 auf Glühbirnen zu verzichten, bei denen ein Großteil der Energie für Wärme verloren geht. Damit ist Irland das erste EU-Land, das sich zu diesem Schritt aufraffen konnte. Allein bei der Beleuchtung von Privathäusern sollen auf diese Art die CO2-Emissionen um jährlich bis zu 700.000 Tonnen reduziert werden. Von Irland könnte Umweltminister Pröll einiges lernen: Die Besteuerung von Plastiksackerln hat dort eine Reduktion um 90 Prozent gebracht.
- Ökologisierung in der Elektronikbranche: Seit einigen Jahren versucht Greenpeace, Elektronikkonzerne davon zu überzeugen, auf die gefährlichsten Chemikalien zu verzichten. Eine regelmäßig erneuerte Rangliste weist aus, welche Hersteller sich dafür interessieren, was mit ihren Produkten passiert, wenn sie das Haus verlassen und welche sich darum wenig kümmern. Im Gegensatz zu Firmen wie Dell, Nokia oder Samsung weigerte sich ausgerechnet Apple, die Marke mit dem grünen, dynamischen Image, die Umweltbilanz seiner Produkte zu verbessern. Nun steigerte Greenpeace den Druck: Eine eigens eingerichtete Fake-Homepage gewann die Internet-Auszeichnung Webby-Award. Jetzt blieb Apple keine Wahl: Der US-Computerhersteller gab im Mai bekannt, künftig seine Produkte umweltfreundlicher gestalten und sein Recycling-Programm ausweiten zu wollen. Wir gratulieren. Und kontrollieren weiter. Mehr dazu (in Englisch) unter: www.greenmyapple.org
- Keine Gentechnik in Frankreich: Der französische Präsident Nicolas Sarkozy verkündet Ende Oktober einen Anbaustopp für Gentech-Pflanzen in Frankreich. Das Verbot gilt zunächst bis zum Ende der Anbausaison 2008. Bis dahin sollen neue Sicherheitsmaßnahmen für den kommerziellen Anbau erarbeitet sein. Interessant sind die Gründe, die Sarkozy nennt: Sicherheitsbedenken, Zweifel am Nutzen der Gentech-Pflanzen und die Sorge über eine unkontrollierte Ausbreitung.
- Kein Urwald im Tank: Nach zweimonatiger Greenpeace-Kampagne erklärt der schwedische Ölkonzern OKQ8 Ende Oktober, auf die Verwendung von Palmöl als Agrotreibstoff zu verzichten. Der Mineralölkonzern hatte ursprünglich geplant, als erste Firma einen Treibstoff auf Palmölbasis im großen Stil auf den Markt zu bringen. Ein großer Erfolg für Greenpeace, und die richtige Entscheidung für Indonesiens Urwälder.
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 Österreichische Supermärkte listen Hai-Produkte aus.
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 Trotz Verbot der Treibnetze sind immer noch 400 Fischerboote damit im Mittelmeer unterwegs.
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 Piratenfischerei vor der Küste Westafrikas.
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 Die mexikanische Regierung erklärt ein Gebiet von 49.000 Hektar rund um die Insel Espiritu Santo zum Meeresschutzgebiet.
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 Greenpeace-Aktion auf den Philippinen gegen den Bau eines Kohlekraftwerkes.
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 Der europäische Giftmüllfrachter Probo Koala wird im estnischen Hafen Paldiski festgesetzt.
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 Gentechnisch manipulierter Reis aus den USA wird in unseren Supermärkten gefunden.
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 Die kanadische Provinzregierung gibt bekannt 1,8 Millionen Hektar Urwald vor der Abholzung zu schützen.
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 Ein 2-jähriges Moratorium für den brasilianischen Regenwald wird von großen Agrarfirmen angenommen.
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 Der Kalevalski-Urwald in der Republik Karelien wird von der russischen Regierung unter permanenten Schutz gestellt.
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Meer und Wale
- Die US-Regierung wies im Juli ein Gebiet von knapp 100.000 Quadratkilometern in der Beringsee und im Golf von Alaska als Schutzzone für Wale (Pazifischer Nordkaper) aus.
- Österreichs Supermärkte beginnen zu verstehen wie katastrophal es um die Meere steht und haben Hai-Produkte komplett ausgelistet. Der Nah&Frisch Zulieferer Kastner hat neben Hai auch Shrimps aus dem Sortiment genommen. ADEG wird bis Ende des Jahres 2006 Grundsätze für einen nachhaltigen Fischeinkauf festlegen. Fünf bedrohte Arten hat ADEG schon aus den Regalen genommen. Lidl hat Rotbarsch und Garnelen ausgelistet.
- Greenpeace konnte gemeinsam mit einem renommierten Journalisten nachweisen, dass der für Findus in der Barent-See gefangene Fisch unter keine offiziell erlaubten Quoten fällt. Der skandinavische Tiefkühl-Gigant Findus wird keinen illegal gefangenen Fisch mehr verkaufen.
- Vor Italien konnten illegale Treibnetze beschlagnahmt werden. Trotz Verbot sind noch immer 400 Fischerboote damit im Mittelmeer unterwegs.
- Piratenfischerei: Dokumentation vor Westafrika ist gelungen. In Las Palmas (Kanaren) konnte mit Hilfe des spanischen Fischereiministers der Fang beschlagnahmt werden.
- Die "Arctic Sunrise" spürt im russischen Hafen Svetly eine Flotte von Piratenfischerbooten auf. Russland untersagt als erste Reaktion offiziell jegliche Ausrüstung der Schiffe und ordnet eine genaue Inspektion durch die Hafenbehörde an.
- Im November erklärt die mexikanische Regierung ein Gebiet von 49.000 Hektar rund um die Insel Espiritu Santo zum Meeresschutzgebiet. Dieser Teil des Golfs von Kalifornien ist Lebensraum von Seelöwen, bedrohten Schildkrötenarten sowie dem seltenen kalifornischen Schweinswal.
Umweltgifte
- Der Computer-Gigant Dell hat zugesichert, in Zukunft auf gefährliche Substanzen wie bromierte Flammenschutzmittel in seinen Produkten zu verzichten.
- Auf den Philippinen konnte der Bau eines Kohlekraftwerks verhindert werden.
- Der französische Präsident Chirac hat sich entschlossen, den asbestverseuchten Flugzeugträger "Clemenceau" doch nicht in Indien verschrotten zu lassen.
- Die "Arctic Sunrise" setzt den Giftmüllfrachter, die "Probo Koala" ein Schiff aus Europa, das eine Ladung Giftmüll nach Afrika bringt und diesen illegal in Abidjan, der Hauptstadt der Elfenbeinküste ablädt und somit acht Menschen tötet und 40.000 verletzt im estnischen Hafen Paldiski fest. Nach drei Tagen Blockade wird das Schiff beschlagnahmt und eine Untersuchung eingeleitet.
Atom
- Der spanische Regierungschef Zapatero hat beschlossen, sein Land aus dem Atomzeitalter zu führen. Die acht Kernkraftwerke sollen geschlossen und erneuerbare Energiequellen stärker genutzt werden. Spanien schließt sich damit Schweden, Deutschland, Italien und Belgien an, die ebenfalls den Atom-Ausstieg beschlossen haben.
- Die gesamte italienische, deutsche und österreichische UniCredit-Gruppe entschloss sich endgültig aus der Finanzierung des geplanten bulgarischen Atomkraftwerks Belene auszusteigen.
Gentechnik
- Der Fund von genmanipuliertem Reis aus den USA in unseren Supermärkten, der in keinem Land zugelassen ist, hat dazu geführt, dass Rewe den US-Langkornries aus den Regalen genommen hat. Darüber hinaus importiert der größte Reiskonzern der Welt, die spanische Ebro Puleva, keinen Reis mehr aus den USA.
- Die österreichische Regierung fällt die Entscheidung den Import von Gentech-Raps zu verbieten.
- Rumänien muss alle Soja Plantagen vernichten, wenn es 2007 EU-Mitglied werden will. Es geht um 80.000 Hektar Gentech-Soja.
- Seit Mitte Mai gilt in Polen ein absolutes Verbot für den Handel mit gentechnisch verändertem Saatgut.
- Die EU-Umweltminister haben sich mit einer qualifizierten Mehrheit gegen den Vorschlag der EU-Kommission ausgesprochen, die österreichischen Gentechnik-Importverbote aufzuheben. Zur Abstimmung standen die Verbote für die Maissorten MON 810 und T25.
- 1999 erlangte Oliver Brüstle das Patent für die Züchtung neuronaler Stammzellen aus menschlichen Embryonen. Greenpeace klagte. Ende des Jahres wurde das Patent nun in wesentlichen Punkten wiederrufen: Embryonen dürfen für die Stammzellengewinnung weder geklont noch zerstört werden.
Wald
- Anfang 2006 (7. Februar) gab die Provinzregierung des kanadischen Bundesstaates British Columbia bekannt, dass ein Gebiet von 1,8 Millionen Hektar Urwald vor der Abholzung geschützt wird. Im restlichen Gebiet des Great Bear Rainforest (Regenwald des großen Bären) soll bis 2009 eine ökologische Waldnutzung eingeführt werden. Bereits seit 1997 setzt sich Greenpeace für den Schutz dieses gemäßigten Regenwaldes ein und hat seit 2001 an dem jetzt verkündeten Schutzkonzept mitgearbeitet.
- Die weltweit führenden Agrarfirmen und Soja-Händler wie Cargill, Bunge AMD und A. Maggi haben einem Moratorium für den brasilianischen Urwald zugestimmt. Über einen Zeitraum von 2 Jahren verzichten diese Firmen auf den Kauf von Soja-Bohnen, die von neu angelegten Feldern stammen, für die riesige Urwaldflächen vernichtet und abgefackelt werden.
- Auf dem Berg Zengö in Südungarn wird auf Grund von Blockade-Camps keine NATO-Radarstation errichtet. Die militärische Anlage hätte einige bedrohte Pflanzen, darunter die "Paeonia banatica", eine seltene Pfingstrosenart, verdrängt.
- Der Kalevalski-Urwald in der Republik Karelien wird von der russischen Regierung unter permanenten Schutz gestellt. Der Nationalpark liegt an der russisch-finnischen Grenze und umfasst ein Gebiet von 74.400 Hektar. Das Waldgebiet gehört zu den wenigen noch intakten Urwäldern Europas. Die seit 1995 andauernden Bemühungen haben sich schlussendlich gelohnt!
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 Mit Hilfe von Wassernebel-Fontänen wird das japanische Walfangschiff am Töten der Wale gehindert.
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 Der Schaden am Bug der 'Arctic Sunrise' nach dem Ramm-Manöver des japanischen Fabrikschiffes.
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 Keine Walfleischfabrik in der südkoreanischen Stadt Ulsan.
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 Sechs der gefährliche Weichmacher in PVC-Kinderspielzeug werden von der EU verboten.
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 Greenpeace führt Feinstaubmessungen in Österreich durch.
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 Kein Anbau von Gentech-Mais in der Slowakei und Polen. Der Anbau von MON810 wird auf zwei Jahre verboten.
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 Greenpeace deckt illegal in China angebauten Gentech-Reis auf.
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 Fleischproduzent Schirnhofer garantiert für lückenlose Qualität bei Rindfleisch.
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 Die brasilianische Regierung sichert die Errichtung zweier Schutzgebiete von 1,6 Millionen Hektar im Regenwald zu.
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 Photokopiergigant Xerox gab bekannt, keinen Zellstoff mehr vom staatlichen finnischen Unternehmen StoraEnso zu beziehen, das die letzten Urwälder Finnlands abholzt.
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 Nach 20 Monaten Kampf wird ein 25.000 Hektar großer Wald im Pizarro-Reservat endlich wieder Teil eines Nationalparks.
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Meer und Wale
- Im Winter 2005 bis zum Frühjahr 2006 kreuzten Greenpeace AktivistInnen mit ihren Schlauchbooten zwischen den bedrohten Walen und den tödlichen Harpunen der japanischen Walfangflotte. Diese rammte im Südpolarmeer sogar unser Schiff die "Arctic Sunrise". Dennoch konnten sie ihre geplante Fangquote nicht erreichen.
- Keine Walfleischfabrik in der südkoreanischen Stadt Ulsan. Greenpeace hatte auf dem dafür vorgesehenen Gelände ein Camp errichtet eine "Botschaft für die Wale" und so dafür gesorgt, dass der Fang von Walen inzwischen auch in Korea abgelehnt wird.
Umweltgifte
- Viele Konzerne wie Unilever, Sony, Sony Ericsson, Nokia, Puma, Adidas und Chicco kündigen an in Zukunft auf schädliche Stoffe in Sportschuhen, Spielzeugen, Handys und Körperpflegeprodukten zu verzichten (Vorbild Samsung-Konzern).
- Ende März lehnt die Stadtregierung von Bangkok (Thailand) den Bau einer Müllverbrennungsanlage ab. Es gibt bereits zwei dieser Anlagen, die extrem teuer sind und für die Bevölkerung der Umgebung eine unglaubliche Gesundheitsgefahr bedeuten. Die Anlage auf Ko Samui überschreitet den Grenzwert um das 200-fache (Greenpeace Report März 06).
- Die Europäische Union verbietet nach 8 Jahren Kampagnenarbeit sechs der gefährlichen Weichmacher in PVC-Kinderspielzeug. Leider gibt es noch immer 100.000 großteils ungeprüfte Stoffe. Gefordert wird ein strengeres EU-Chemikalienrecht.
- Greenpeace deckt österreichweit zu hohe Feinstaubbelastung auf. Teilweise sogar doppelt so hoch wie die empfohlene Obergrenze. Die Medien haben das Thema aufgegriffen. Unter Druck der Öffentlichkeit waren viele Politiker gezwungen zu reagieren: Neue Messgeräte wurden angeschafft, Salzburg reduziert die Höchstgeschwindigkeit auf der Tauernautobahn, in Wien und Graz wird eine gestaffelte City-Maut überlegt, viele Städte planen Maßnahmen und rüsten ihre Fahrzeuge mit Partikelfilter aus.
Atom
- Das Ökostromgesetz ist vorläufig gerettet. Durch Überzeugungsarbeit konnten wir die von Minister Bartenstein geplante Verschlechterung vereiteln.
Gentechnik
- Kein Anbau von Gentech-Mais in der Slowakei und Polen. Der Anbau von MON810 wird auf zwei Jahre verboten. Der Gentech-Mais steht seit September 2004 im EU-Sortenkatalog und kann somit europaweit verkauft und angebaut werden. In Österreich ist der Anbau dieses Maises ebenfalls untersagt.
- Nachdem Greenpeace im Frühjahr aufgedeckt hat, dass in China illegal Gentechnikreis angebaut wird stand fest, dass es im Jahr 2005 keinen kommerziellen Anbau von Gentechnikreis mehr geben darf und auch in Zukunft eine gentechnikkritische Haltung dominieren wird. China exportiert jährlich mehr als 18.000 Tonnen Reis in die Europäische Union. In Österreich landen davon 40 Tonnen auf den Tellern.
- Österreich: mehr und mehr Produzenten zeigen, dass es auch ohne genmanipuliertes Tierfutter geht. Eine der größten Molkereien ist auf gentechnikfreie Fütterung umgestiegen: NÖM. Nach "Tirolmilch" und NÖM wird "Kärntnermilch" der dritte Milchlieferant ohne Gentechfutter.
- Fleischproduzent Schirnhofer garantiert für lückenlose Qualität bei Rindfleisch ohne Gentechnik im Futter. Ab 2006 soll Schweinefleisch folgen.
- Die europäischen Umweltminister haben sich in einer historischen Abstimmung deutlich gegen den gentech-freundlichen Vorschlag der EU-Kommission ausgesprochen: Damit bleibt Österreich weiterhin frei von gentechnisch verändertem Mais.
Wald
- Die Gegner des Amazonas-Regenwaldes sind mächtig: Rinderbarone, Soja-Farmer, Betreiber illegaler Einschläge. Dennoch hat sich die brasilianische Regierung diesen Lobbys widersetzt und der Errichtung zweier Schutzgebiete zugestimmt. 1,6 Millionen Hektar Regenwald sind damit dauerhaft gesichert. Hier darf weder abgeholzt noch gerodet werden. Auf weiteren 4,8 Millionen Hektar ist die Nutzung nur nach genauen Vorgaben erlaubt.
- Die brasilianische Regierung stellt zwei neue Urwaldgebiete unter Schutz. "Verde Para Sempre" "Für Immer Grün" heißt eines davon. Auch Buchautoren und Verlage erkennen den Ernst der Situation: So wurde das neue Harry Potter-Buch in vielen Ländern auf urwaldfreiem Papier gedruckt (der Bedarf allein für die deutsche Fassung beträgt 1.500 Tonnen).
- Österreich war neben Estland das letzte EU-Land, das der "Bonner Konvention" beigetreten ist. Ziel: Grenzüberschreitender Schutz von wildlebenden wandernden Tieren.
- Nach 20 Monaten Kampf ist ein 25.000 Hektar großer Wald im Pizarro-Reservat endlich wieder Teil eines Nationalparks. Vor zwei Jahren hatte die Regierung von Salta das Gebiet für die Versteigerung an Agrar-Konzerne freigegeben, die hier Gentech-Soja anbauen wollten.
- Der Photokopiergigant Xerox gab bekannt keinen Zellstoff mehr von StoraEnso zu beziehen. Das staatliche finnische Unternehmen ist drauf und dran, die letzten Urwälder Finnlands abzuholzen.
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2004
- Österreichischer Handel zu 90% gentechnikfrei
- Tropenholz Ramin unter CITES-Schutz
2003
- Land der Deni-Indianer im Amazonas vor Holzeinschlag geschützt
2002
- Mahagoni-Holz wird unter strengen CITES-Schutz gestellt
2001
- Dauergiftverbot: die 12 gefährlichsten Dauergifte werden weltweit verboten
- Great Bear Rainforest wird unter Schutz gestellt (Kanada)
1999
- Verbot für Weich-PVC-Spielzeug für Kleinkinder in Österreich und der EU. Greenpeace war im Jahr 1997 die erste Organisation, die PVC-Kinderspielzeug untersuchte und auf die Gefährlichkeit der darin enthaltenen Weichmacher hinwies.
1998
- Antarktisschutzgebiet (1998 für 50 Jahre)
- Treibnetzverbot im Mittelmeer
- Versenkungsverbot für Ölplattformen in Nordsee und Nordost-Atlantik
- EU-weites Verbot der Treibnetzfischerei
1997
- Antarktisches Walschutzgebiet im Südpolarmeer
1996
- Einstellen von Ober- und Unterirdischen Atomtests durch die UNO (1996)
1994
- Walschutzmoratorium für den Kommerziellen Walfang (1994)
- Mahagony Moratorium (1994)
1993
- Versenkungsverbot von Atommüll im Meer (1993)
- FCKW freier Kühlschrank (1993)
1991
- Rohstoffabbauverbot in Antarktis für 50 Jahre
1986
- IWC-Stopp für kommerziellen Walfang
1982
- EG-Einfuhrverbot für Jungrobbenfelle
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