Unsere Ozeane stecken tief in der Krise: Massive Überfischung und die Zerstörung von Lebensräumen haben zum Zusammenbruch etlicher Fischbestände geführt. Nach Schätzung der Welternährungsorganisation FAO sind inzwischen 80 Prozent der wirtschaftlich wichtigen Fischbestände komplett ausgebeutet, überfischt oder erschöpft. Beliebte Arten wie Tunfisch, Schwertfisch, Dorsch und Heilbutt sind schwer in Bedrängnis: Ihre Bestände gingen weltweit um 90 Prozent zurück. Besonders kritisch ist die Situation in den EU-Gewässern: Neun der zehn europäischen Speisefischbestände sind überfischt.
Die Krise hat viele Gründe. Wissenschaftliche Empfehlungen für Fangquoten werden nicht umgesetzt. In vielen Meeresregionen fehlen bindende Regeln für die Fischerei ganz oder können nicht kontrolliert werden - jeder fünfte Fisch weltweit wird illegal gefangen. Insgesamt dominiert kurzfristiger Profit: Zu viele Fischer fangen zu viel Fisch. |