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EU-Kommission legt Gentech-Raps zur Zulassung vor
EU-Kommission legt Gentech-Raps zur Zulassung vor



Eine Zulassung der Rapssorte T45 ist ein unzumutbares Risiko für die europäische Bevölkerung.

Die EU-Kommission hat im Jänner 2009 im EU-Landwirtschaftsrat die Rapssorte T45 zur Abstimmung vorgelegt. Der Raps soll als Nahrungs- und Futtermittel für den Import zugelassen werden. Er stellt - neben den gesundheitlichen Risiken für den Menschen – eine besondere Bedrohung für die heimische Natur dar, weil in Österreich auch wildverwandte Arten vorkommen. Greenpeace appelliert an Landwirtschafts- und Umweltminister Nikolaus Berlakovich, beim Landwirtschaftsrat in Brüssel gegen eine Zulassung zu stimmen und gegebenenfalls ein nationales Importverbot im Alleingang zu verhängen.

 

Raps T45 von Bayer

 

Diese Rapssorte wurde genetisch manipuliert, um sie resistent gegen das Herbizid "Liberty" zu machen. "Liberty" enthält den hochgiftigen Wirkstoff Glufosinat-Ammonium und gehört zu jenen 22 Substanzen, die innerhalb der EU vom Markt genommen werden müssen, weil sie Krebs und andere schwere Erkrankungen verursachen können. Unabhängige wissenschaftliche Studien weisen nach, dass sich Rückstände von Glufosinat-Ammonium im Raps anreichern, wenn er vorher mit "Liberty" behandelt worden ist. Eine Zulassung der Rapssorte T45 ist ein unzumutbares Risiko für die europäische Bevölkerung.

 

Dem Landwirtschaftsrat geht eine positive Entscheidung der EU-Kommission voraus. Diese wiederum stützt sich auf das Urteil der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA, die seit ihrem Bestehen noch jeder gentechnisch veränderten Pflanze "grünes Licht" gegeben hat.

 

Greenpeace fordert

 

Im Landwirtschaftsrat muss es zu einer qualifizierten Mehrheit gegen eine Zulassung kommen, um den Gentech-Raps europaweit verhindern zu können. Gibt es hingegen nur eine einfache Mehrheit unter den EU-Mitgliedsstaaten, wie es bislang zumeist der Fall war, geht die Entscheidung an die Kommission zurück - welche die vorliegenden Gentech-Pflanzen vermutlich zulassen wird. Und für diesen wahrscheinlichen Fall fordert Greenpeace von Bundesminister Berlakovich ein nationales Importverbot.

 

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