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 Grundnahrungsmittel für Milliarden von Menschen.
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 Bayer riskiert Lebensgrundlage der Reisbauern, die Gesundheit und irreparable Schäden an der Natur.
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 Protest vor dem Wiener Büro des deutschen Pharma-Konzerns Bayer gegen den Gen-Reis "LL62", der eine Gesundheitsgefahr für Kleinkinder darstellen kann.
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Reis ist Grundnahrungsmittel für mehrere Milliarden Menschen und damit auch ein gewaltiger Markt. Der deutsche Pharma-Konzern BAYER versucht momentan diesen Markt mit seinem gentechnisch veränderten Reis "LL62" zu erobern und über Patentrechte abzusichern.
Geblendet von der Aussicht auf ein Milliarden-Geschäft, riskiert BAYER dafür die Lebensgrundlage von zigtausend Reisbauern, setzt erwiesenermaßen die Gesundheit insbesondere von Kleinkindern einer potenziellen Gefahr aus und akzeptiert, dass irreparable Schäden an der Natur entstehen können.
Für den europäischen Markt hat Bayer bereits eine Zulassung beantragt, über die in den nächsten Monaten entschieden wird. Eine Genehmigung bedeutet, dass wir Konsumenten zum ersten Mal ein gentechnisch verändertes Grundnahrungsmittel auf unseren Tellern finden werden gegen unseren Willen.
Diesen Wahnsinn müssen wir stoppen! Andernfalls werden Risotto, Reisfleisch und Co schon bald - gentechnisch manipuliert - von einem Pharma-Konzern hergestellt und nicht mehr von der Natur.
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Das doppelte Spiel
Der Gentech-Reis von BAYER bringt nicht "nur" die üblichen Gefahren der Gentechnik mit sich. Er wurde gegen ein hoch giftiges Unkrautvernichtungsmittel resistent gemacht. Dieses Breitband-Herbizid, mit dem Wirkstoff Glufosinat-Ammonium, kann sich in den Körnern ansammeln.
Die Beweislage gegen Glufosinat ist so stark, dass es zu den 22 in der Landwirtschaft eingesetzten Chemikalien zählt, die in ganz Europa verboten bzw. nicht mehr neu zugelassen werden dürfen. (EU-Parlamentsbeschluss, Januar 2009):
- Eine Arbeitsgruppe der Europäischen Kommission regte an, Glufosinat solle als "mögliche Gefahr für das ungeborene Kind" eingestuft werden und es könne "die Fruchtbarkeit beeinträchtigen" (C&L Working Group)
- "Glufosinat-Ammonium hat ernsthafte Auswirkungen auf die Reproduktionsfähigkeit" (EFSA, 2005)
- die Menge der toxischen Rückstände in Kartoffeln, bei denen Glufosinat eingesetzt worden war, stellen "ein akutes Risiko für Kleinkinder" dar (EFSA, 2005)
- Rückstände von Glufosinat befinden sich auch in Reisprodukten (US-Umweltschutzbehörde, EPA)
- Landwirte, die Glufosinat bei gentechnisch verändertem Mais einsetzten, waren schädlichen Giftkonzentrationen ausgesetzt, obwohl sie eine Schutzausrüstung verwendeten (EFSA, 2005)
Außerdem besteht ein hohes Risiko für Säugetiere, Insekten und Wildpflanzen und es wird befürchtet, dass sich resistente "Super-Unkräuter" bilden können.
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