> 24.11.2006
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 Plastikmüll oder anderes Treibgut, das direkt oder über Flüsse im Nordpazifik landet, endet über kurz oder lang in der Strömung des gigantischen Strudels.
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Obwohl Plastikmüll weltweit in den Ozeanen zu finden ist, gibt es Meeresbereiche, in denen das Problem besonders schlimm ist. Ein solcher Bereich liegt im Nordost-Pazifik zwischen den Inseln Hawaiis und dem amerikanischen Festland. Dort erzeugt ein riesiges Hochdruckgebiet einen gigantischen Meeresstrudel, der sich im Uhrzeigersinn dreht. Wird der im Meer treibende Müll von der Strömung des Strudels erfasst, bleibt er bis zu 16 Jahre in diesem Gebiet. Die Folge ist ein gigantischer, nahezu geschlossener Müllteppich, der mittlerweile die Größe Zentraleuropas erreicht hat.
Ob Schiffsabfälle, Fischernetze, Leinen, Verpackungsmaterial: Müll, der von dieser Strömung erfasst wird, bleibt 16 Jahre lang in diesem Gebiet. Der Müllstrudel vor Hawaii weist weltweit die höchsten Konzentrationen an schwimmenden Plastikteilen auf.
Doch das Problem ist nicht auf den Pazifik beschränkt. 267 verschiedene Tierarten fallen weltweit nachweislich dem Müll im Meer zum Opfer - darunter Schildkröten, Seevögel, Robben, Seelöwen, Fische oder Krebse. Jedes Jahr verenden allein über eine Million Seevögel und 100.000 Meeressäuger qualvoll durch den Müll, der in unseren Meeren treibt. Die Tiere ersticken in Sechserpackträgern, strangulieren sich mit treibenden Netzresten oder verhungern, weil ihre Mägen mit Plastik verstopft sind. |