Die Erde erwärmt sich in klimageschichtlich atemberaubendem Tempo. Die 90er-Jahre waren die heißesten des letzten Jahrhunderts. Extremere Temperaturen und größere Dürren, stärkere und häufigere Stürme sowie – daraus resultierend – ein steigender Meeresspiegel, abschmelzende Gletscher und Polkappen sind nur einige der Folgen. Der Klimawandel ist das größte Problem, mit dem die Menschheit jemals konfrontiert war. Die Folgen betreffen uns alle.
Viele Österreicher glauben jedoch noch immer, der Klimawandel passiert irgendwo anders. Dort, wo die Katastrophennachrichten herkommen. Doch das ist ein Irrtum. Auch Österreich ist betroffen, manche Gegenden, etwa der Alpenraum, sogar ganz massiv. Die negativen Auswirkungen werden auch hierzulande immer stärker spürbar.
Auswirkungen des Klimawandels in Österreich
In Österreich hat sich das Klima schon jetzt relativ stark geändert: Die Temperaturen liegen jetzt anderthalb Grad höher als im langjährigen Schnitt. Bereits in den nächsten Jahrzehnten wird so das Schifahren in niedrig gelegenen Schigebieten zur Ausnahme werden. Gletscher werden noch in diesem Jahrhundert weitgehend verschwinden, die Landwirtschaft im Osten wird zunehmend unter Trockenheit leiden, Extremwetterereignisse wie Hitzewellen oder Überschwemmungen werden zunehmen, und es werden vermehrt Flüchtlinge zu uns kommen, um einige Beispiele der bevorstehenden Entwicklungen zu nennen. Gleichzeitig werden die Erdöl- und Erdgasvorräte in den kommenden Jahrzehnten verschwinden.
Anders gesagt: Die Kinder, die jetzt geboren werden, werden in ihrem Leben mit sehr großen Änderungen konfrontiert werden, die weiter gehen als dass es im Winter kaum noch Schnee geben wird und die Sommer heiß sein werden. Denn schlimmer als verregnete Winter werden die sozialen und wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels, werden die Hungerkatastrophen und Flüchtlingswellen sein. |