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Meeresschutzgebiete
Meeres-Schutzgebiete: Eine Chance für die Meere



Unsere Ozeane bedecken mehr als 70 Prozent der Erde und beherbergen eine unzählige Vielfalt an Meeresorganismen. Über weite Gebiete in der Tiefsee wissen wir dennoch fast nichts. Aber es ist klarer denn je, dass die Gefahren für die Ozeane wachsen, und kein Land ihre Ursachen allein bekämpfen kann.

 

Die globalen Folgen von Überfischung und Klimawandel zeigen sich bereits. 90 Prozent der großen Fischarten wie Dorsch, Hai und Tunfisch sind bereits aus den Meeren verschwunden - weggefischt und gegessen. Höhere CO2-Werte in der Atmosphäre lassen die Meere langsam versauern, dem Plankton, Grundlage allen Lebens im Meer, fällt es immer schwerer eine Schale zu bilden.

 

Zerstören wir den biologischen Reichtum der Meere und ihre enorme Fähigkeit, sich zu regenerieren, hat dies katastrophale Folgen sowohl für alle Meereslebewesen als auch für Millionen von Menschen, deren Überleben direkt vom Meer abhängt.

 

Ein Netzwerk von großflächigen Meeres-Schutzgebieten sind daher ein entscheidendes Werkzeug, um die Ozeane auf unserem Planeten in ihrer Vielfalt zu bewahren, aber auch um Pflanzen- wie Tierbestände zu regenerieren. Bis jetzt sind weniger als 1 Prozent der Meere gegen jegliche industrielle Ausbeutung geschützt. Für einen wirksamen Schutz fordert Greenpeace Schutzgebiete in 40 Prozent der Meeresfläche weltweit!




Fahrplan zur Erholung: Diese Gebiete auf der Hohen See schlägt Greenpeace als Schutzgebiete vor.
Ein globales Netzwerk von Schutzgebieten




Um die Ozeane in ihrer Vielfalt zu bewahren oder zu regenerieren, sind Meeres-Schutzgebiete ein entscheidendes Werkzeug. Für die Fischerei bedeutet das: Finger weg von ökologisch sensiblen Gebieten und überfischten Beständen! Auch andere industrielle Aktivitäten wie Öl- und Gasförderung, Sand- und Kiesabbau, Schiffsverkehr oder militärische Übungen müssen dort verboten sein.

Ein Forscherteam der Universität York hat in Zusammenarbeit mit Greenpeace ausgerechnet, dass mindestens 40 Prozent der Meere unter Schutz gestellt werden müssen, um alle wichtigen Ökosysteme schützen zu können. 

Das Paradoxe an dieser einschneidenden Maßnahme: Vor allem die Fischereiindustrie wird davon profitieren, denn die Bestände von Nutzfischen werden außerhalb der großflächigen Schutzzonen rasant zunehmen. Um den Erfolg der Schutzgebiete zu gewährleisten, ist allerdings eine ökologisch nachhaltige und sozial verantwortliche Nutzung der Meere außerhalb der Sperrzonen nötig - ohne zerstörerische Fangmethoden und verschwenderische Beifänge.

Die entscheidende Rolle von Meeresschutzgebieten wird von vielen Regierungen bereits anerkannt, in der Biodiversitätskonvention CBD haben sie sich verpflichet, bis 2012 ein weltweites Schutzgebiets-Netzwerk einzurichten. Doch wie so oft hinkt die Umsetzung den Zielen auf Papier weit hinterher. Höchste Zeit zu handeln!

Ihre Stimme für den Schutz der Meere: Unterstützen Sie unsere weltweite Petition!


Weitere Informationen:

Hintergrund zur Erstellung des Greenpeace-Kartemanterials

A_Network_of_Global_Marine_Reserves.pdf
Greenpeace-Report & Kartenmaterial: "A Network of Global Marine Reserves" (auf Englisch, 58 Seiten, März 2006)
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