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Menschen bei Greenpeace
Im Einsatz für Greenpeace



Roman Kellner von Greenpeace führte und schrieb einige der Interviews

Menschen, die Greenpeace auf verschiedene Art und Weise unterstützen. Menschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Doch eines zeigen die Portraits: Zufällig landet niemand bei Greenpeace.

 

Im Einsatz für Greenpeace:

Tom / Bianca / Jutta / Annkatrin / Bernd / Flesh / Reingard / Max

Innovativ: Bob Hunter, 1971


Er war bei der legendären Protestfahrt gegen die US-Atomtests im Jahr 1971 dabei. Damit wurde der Journalist zum Mitbegründer von Greenpeace. "Wer einmal wie ich einem Wal ins Auge geschaut hat, weiß, wie viel mehr sich der Mensch wieder eins mit der Natur fühlen sollte", erzählte Hunter. Und auch sonst machte sich sein Engagement bezahlt: "Dean, der Barkeeper in meinem Stammlokal, knöpft mir für ein Bier nur einen statt zweieinhalb Dollar ab. Auf Lebenszeit. Weil er sonst keinen kennt, der eine weltweite Organisation gegründet hat." 1981 zog sich Hunter zurück, um Bücher zu schreiben und journalistisch zu arbeiten. Das "Time Magazine" kürte Hunter im Jahr 2000 zu einem der zehn größten Umweltschützer des 20. Jahrhunderts. Hunter, der zuletzt in Toronto als Journalist tätig war, starb am 2. Mai 2005 in Toronto im Alter von 63 Jahren an Prostatakrebs.

Eiskalt: Bruno Klausbruckner, 1988


Von 1987 bis 1991 betrieb Greenpeace eine eigene wissenschaftliche Station in der Antarktis, um die Industriestaaten von ihren Plänen zur Rohstoffausbeutung des Eiskontinents abzubringen. Ein Jahr lang war Bruno Klausbruckner deren Leiter. Anders als die Bewohner der über 60 anderen Stützpunkte wollte der Österreicher auf dem Schnee der Antarktis "nichts als den Fußabdruck" hinterlassen. Für dieses Ideal stellte er sich auch Bauarbeitern in den Weg, als diese für eine französische Forschungsstation eine Landebahn in das Eis sprengen wollten. Zehn Jahre darauf trat das Antarktis-Umweltschutzprotokoll in Kraft, das die kommerzielle Ausbeutung der Antarktis für mindestens 50 Jahre verbietet.

Tollkühn: Mark Hardingham, 1999


Im Juni 1999 wurde der Engländer Mark Hardingham in seinem Schlauchboot von der norwegischen Küstenwache überfahren und stürzte bewußtlos in das eiskalte Wasser der Nordsee. Mit komplizierten Knochenbrüchen - doch als Häftling der Küstenpolizei - wurde der Greenpeace-Aktivist in ein Krankenhaus gebracht. Er hatte den norwegischen Walfänger "Vilduen" bei der Jagd auf Minkewale behindert. Einen Monat darauf gibt die Besatzung eines zweiten Walfangschiffes drei Schüsse auf Greenpeace-Aktivisten in Schlauchbooten ab. Niemand wird verletzt, ein Schlauchboot in Stücke zerfetzt.

Laut: Polina Malysheva, seit 1999


"To be a voice, not a victim." Statt ein Opfer zu sein, will die 23jährige Russin ihre Stimme erheben. Entsprechend "laut" lebt sie auch. Angesichts ungeheurer Ölseen in Westsibirien sowie der Tatenlosigkeit der Ölbosse und Politiker nimmt sie den Spaten in die Hand und hilft bei Aufräumarbeiten. Mit Ölproben im Gepäck geht sie auf Russlandreise und rüttelt die schlafende Bevölkerung wach. Gegen Präsident Putin tritt sie auf, weil der Russland zur Atommüllhalde Europas verkommen lassen will. "Greenpeace ist ein Lebensstil und eine Denkart", sagt sie.

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