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 Es wurde unterschiedliche Pralinen überprüft.
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 Die Produkte der Fa. Zotter sind bei Ökologie, Tierschutz und sozialen Aspelten "Gut" oder "Hervorragend".
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 In diesen Produkten sind die Farbstoffe E 104 und E 124 enthalten. Heindl jedoch hat Greenpeace zugesichert künftig darauf zu verzichten.
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 Diese Produkte enthalten den entbehrlichen Zusatzstoff E 476.
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| Große Hersteller fallen durch
Die Produkte großer Schokoladeproduzenten - wie etwa Ferrero, Guylian, Heindl, Hofbauer, Lindt, Manner, Mars, Milka, Nestlé, Storck oder Suchard enttäuschen. Deren Nikoloprodukte haben bereits bei der marktcheck.at Untersuchung im November schlechte Ergebnisse erzielt, bei den Schokoladepralinen ist es nicht besser: Sie erreichen bei Ökologie, Soziales und Tierschutz nur ein „Kritisch“ oder „Ungenügend“.
Entbehrliche Zusatzstoffe
„Immer mehr Konsumenten bevorzugen faire, umwelt- und tierfreundlich hergestellte Produkte, doch die Mehrheit der Schokoladehersteller verschläft weiterhin diesen Trend. Manche Firmen verarbeiten in ihren Produkten sogar entbehrliche chemische Zusatzstoffe“, kritisiert die Greenpeace Konsumentensprecherin Claudia Sprinz. Denn Schokoladepralinen „I love Milka Pralines“ (30 Stück, Nuss-Nougat und Erdbeer-Rahm), „Nestlé After Eight“, „Palace Melanie“ (erhältlich bei Lidl), und „Suchard Desirs“ den problematischen Lebensmittelzusatzstoff Polyglycerin-Polyricinoleat bzw. E 476.
Unerfreuliche Nebenwirkungen
Polyglycerin-Polyricinoleat bzw. E 476 wird als Emulgator eingesetzt. Untersuchungen haben gezeigt, dass diese Substanz bei Tierversuchen in höheren Dosen zu Nieren- und Lebervergrößerungen geführt hat und kann zudem die Durchlässigkeit der Darmwand beeinträchtigen kann. Die erlaubte tägliche Höchstmenge kann beim Genuss von Schokolade leicht erreicht werden.
Unnötige Farbstoffe
Die Produkte „Manner Feine Pralines“ und „Heindl Alles Gute“ enthalten die Farbstoffe Chinolingelb oder E 104 sowie Cochenillerot oder E 124. Beide Substanzen können an der Ausbildung des hyperkinetischen Syndroms beteiligt sein und müssen ab Juli 2010 in der Europäischen Union mit „kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen“ gekennzeichnet werden. E 104 ist in den USA für Lebensmittel gänzlich verboten.
Nur Heindl reagierte
Claudia Sprinz weiter: „Solche Substanzen haben in Pralinenprodukten nichts zu suchen. Die Firma Heindl hat uns zugesichert, dass sie das Produkt „Alles Gute“ ab sofort ohne die beiden Farbstoffe herstellen will. Manner und auch die Hersteller, deren Produkte E 476 enthalten, haben sich hingegen nicht dazu geäußert."
Müllberge durch Verpackung
Bei vielen Pralinen der Verpackungsaufwand in keinem vernünftigen Verhältnis zum Inhalt, daher mussten viele Produkte in diesem Aspekt abgewertet werden. „Mein Verständnis als Konsumentin endet, wenn ich dazu gezwungen bin wegen ein paar Pralinen eine unverhältnismäßig große Menge Verpackungsmüll in Kauf zu nehmen. Es wird Zeit, dass die Hersteller innovative und ressourcenschonende Verpackungslösungen entwickeln."
Gentech-Futter für Milch in Schokolade Viele Firmen verarbeiten für die Produktion der Schokolade Trockenmilchpulver von Kühen, die mit gentechnisch veränderten Pflanzen gefüttert wurden. „90 Prozent der ÖsterreicherInnen lehnen Gentechnik in Lebensmitteln strikt ab, weshalb die österreichische Trinkmilch zu 80% gentechnikfrei ist. Obwohl Firmen wie Milka, Lindt oder Nestle das Problem seit Jahren kennen, setzen sie immer noch auf Milchpulver, das mit Gentech-Tierfutter hergestellt wurde“, kritisiert die Greenpeace Konsumentensprecherin Claudia Sprinz. Die Produkte der Schokoladenproduzenten wie Ferrero, Guylian, Heindl, Hussel, Kraft Foods, Lindt, Ludwig Schokolade, Manner, Mars, Nestlé und Storck schneiden bei Ökologie daher nur „kritisch“ oder „ungenügend“ ab.
Bei Tierschutz durchgefallen
Über die Haltungsbedingungen der Kühe, welche die in den Pralinen enthaltene Milch produzieren, hat sich keiner der konventionallen Hersteller Gedanken gemacht. Kein Produkt verfügt über eine Tierschutz-Zertifizierung, weshalb die Milch ohne Ausnahme aus Massentierhaltung stammt. Daher erreichen, mit Ausnahme der Produkte aus biologischer Landwirtschaft, sämtliche Pralinenprodukte bei Tierschutz nur ein „ungenügend“.
Kauftipps
„Bewussten KonsumentInnen rate ich dringend, die problematisch bewerteten Süßigkeiten im Regal stehen zu lassen, die Hersteller ihrer Lieblingsprodukte zu kontaktieren und von ihnen faire, umwelt- und tierfreundliche Produkte einzufordern.
Für Valentinstag würde ich zu fairer Bioschokolade greifen“, empfiehlt Claudia Sprinz den Konsumenten abschließend. |