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Autofreier Tag auf der Wiener Ringstraße
> 22.09.2008
Autofreier Tag auf der Wiener Ringstraße


Unter dem Motto "Rasen am Ring" demonstrierten zahlreiche Organisationen für Innenstädte mit weniger Autos, die für mehr Menschen lebenswert sein könnten.

 

Mit 300m2 Rasen wurde der hoch frequentierte Burgring in eine grüne Picknickoase uminterpretiert. "Rasen am Ring" charakterisiert gleichermaßen Programm und Ziel der Veranstaltung.

 

> Bilder der Oase

 

Autos stellen im Klimaschutz eines der zentralen Probleme dar. Vor allem in Österreich ist der CO2-Ausstoß im Verkehrsbereich seit Jahren stark und kontinuierlich steigend. 90 Prozent der CO2-Emissionen im Verkehr kommen aus dem Straßenverkehr. Gleichzeitig ist in Österreich jede zweite Autofahrt kürzer als vier Kilometer.

 

Gerade in Städten mit einem guten Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln ist der Großteil der Autofahrten vermeidbar. Dennoch wird von Seiten der Stadtplanung wenig zukunftsorientiert gedacht. Einkaufszentren am Stadtrand ohne Anbindung an die Straßenbahn sind eher die Regel als die Ausnahme. Selbst in der Innenstadt wird die Verkehrsplanung für die Autofahrer ausgerichtet und damit gegen sämtliche andere Verkehrsteilnehmer. Städte müssen auf die Bedürfnisse der Menschen ausgerichtet sein und nicht auf die der Autos!

Der Verkehr ist Hauptverursacher von Schadstoffen wie Feinstaub und Stickoxiden, aber auch von Lärm. Gerade bei kurzen Autofahrten ist der Spritverbrauch noch dazu sehr hoch. In vielen Städten in Europa ist dieses Problem in den vergangenen Jahren bereits erkannt worden. Florenz, London oder Stockholm haben erfolgreich Fahrbeschränkungen wie City Maut eingeführt, in zahlreichen Städten in Deutschland sind gerade Umweltzonen im Entstehen, um die Umwelt- und Gesundheitsbelastung zu reduzieren.

 

Die beteiligten Organisationen vermissen in Wien eine Verkehrspolitik, die nachhaltigem Verkehr Vorrang gibt:

  • Statt neuer Straßenbahnlinien und Radstreifen soll die Lobau-Autobahn gebaut werden.
  • Statt verkehrsberuhigender Maßnahmen, wie Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung, City-Maut oder Fahrverbote bei hoher Luftverschmutzung, werden die Menschen mit Lärm und illegal hohen Feinstaubbelastungen konfrontiert.
  • Statt einer funktionierenden Nahversorgung werden am Stadtrand Einkaufszentren aus dem Boden gestampft.

"Klimaschutz sieht anders aus!" kritisieren die VeranstalterInnen die derzeitige Wiener Verkehrs- und Stadtplanung.














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