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Palmöl
Palmöl vernichtet CO2-Speicher Urwald

Der indonesische Regenwald verschwindet und wird durch Plantagen ersetzt


In den letzten Jahren ist der Verbrauch von Pflanzenölen in der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie sowie auch im Biodiesel stark angestiegen. Mit der steigenden Nachfrage nehmen auch die Palmölplantagen zu. Denn Palmöl ist weltweit das meist verwendete Pflanzenöl, 32 % des globalen Pflanzenölbedarfs werden damit gedeckt.

Palmöl ist in vielen Produkten unseres täglichen Lebens enthalten:

in Nahrungs- und Genussmitteln
in Fertigprodukten
in Kosmetikprodukten, Waschmitteln oder Kerzen.    

Indonesien & Malaysia

2007 wurden insgesamt 42,5 Millionen Tonnen Palmöl und Palmkernöl erzeugt. Davon wurden ca. 44 % in Indonesien und 41,5 % in Malaysia produziert.



Palmöl Fabrik


Die Palmöl-Plantagen bedrohen Menschen und Tiere


Sumpfgebiet in Riau

Mit der Entwicklung dieser Plantagenflächen sind extrem hohe CO2-Emissionen verbunden: um eine Plantage errichten zu können, wird zuerst der Urwald abgeholzt. Was vom Wald noch übrig bleibt wird brandgerodet. Danach werden die kohlenstoffreichen Torfböden entwässert. Diese speichern extrem viel CO2, das durch die Entwässerung in die Atmosphäre entweicht. Dadurch ist beispielsweise Indonesien für ca. 8 % der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich und steht hinter China und USA an dritter Stelle.

Palmöl in Österreich

Österreich bezog 2007 beinahe 49.000 Tonnen Palmöl. Im internationalen Vergleich ein kleiner Teil des weltweiten Palmölverbrauchs, doch der schnelle Import-Anstieg gibt zu Denken. 2005 lag die Palmöl-Importmenge noch bei etwas mehr als 17.000 Tonnen, mittlerweile viel mehr als das Doppelte. Der Großteil geht in die Lebensmittelindustrie. Seit Herbst 2008 besteht in Österreich eine Beimischungspflicht von Bio- oder Agrodiesel zu Diesel von 5,75 %, was zu einer verstärkten Nachfrage nach Palmöl führt.

Das können Sie tun

Leider ist es für Konsumentinnen und Konsumenten kaum möglich, hier einen wirksamen Beitrag zu leisten. Bisher gibt es kein nachhaltig produziertes Palmöl, und es ist auf den Zutatenlisten auch nicht immer ausgewiesen. Es versteckt sich oft unter allgemeinen Begriffen wie "pflanzliches Öl" oder "pflanzliches Fett", und da es das meistverwendete pflanzliche Öl oder Fett ist, ist die Chance gross, dass es sich dabei um Palmöl handelt.

Alternativen sind immerhin Raps-, Sonnenblumen- oder Kokosöl.

Eine Möglichkeit ist, bei den Händlern nachzufragen, ob in den Produkten Palmöl enthalten ist und wie dieses produziert wurde, um von Konsumentenseite Druck zu erzeugen.

Nähere Infos:


Herstellung von Palmöl
Der Palmölproduzent Sinar Mas
Roundtable on sustainable palmoil

 

Erfolge:

Im Dezember 2009 kündigt Unilever die Verträge mit Sinar Mas






















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